Mann ver­letzt Mit­be­woh­ner mit Axt le­bens­ge­fähr­lich

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON INES RÄPPLE

51 Jah­re al­ter Tat­ver­däch­ti­ger stell­te sich am Mor­gen der Po­li­zei. Er soll heu­te dem Haft­rich­ter vor­ge­führt wer­den.

An der Wet­ter­stra­ße in Flin­gern hat es ges­tern Mor­gen ei­ne ver­such­te Tö­tung ge­ge­ben. Ein 51-Jäh­ri­ger stell­te sich am Vor­mit­tag der Po­li­zei in dem Glau­ben, sei­nen 34-jäh­ri­gen Mit­be­woh­ner ge­tö­tet zu ha­ben. Er soll mit ei­ner Axt auf ihn ein­ge­schla­gen ha­ben. Das Op­fer hat­te den An­griff in der ge­mein­sam be­wohn­ten Woh­nung je­doch knapp über­lebt.

Um 9.30 Uhr be­trat der 51-jäh­ri­ge Düs­sel­dor­fer die Po­li­zei­wa­che am Jür­gens­platz und gab dort an, dass er sei­nen Mit­be­woh­ner um­ge­bracht ha­be. Der Mann wur­de vor­läu­fig fest­ge­nom­men, und die Be­am­ten schick­ten um­ge­hend meh­re­re Strei- fen­wa­gen und Ret­tungs­fahr­zeu­ge zu der Woh­nung in der Wet­ter­stra­ße im Flin­ge­ra­ner Sü­den. Dort fan­den die Be­am­ten ei­nen schwerst­ver­letz­ten 34-jäh­ri­gen Mann. Un­ter fort­lau­fen­der not­ärzt­li­cher Be­hand­lung wur­de die­ser aus dem Mehr­fa­mi­li­en­haus ge­bor­gen und in ei­ne Spe­zi­al­kli­nik ein­ge­lie­fert. Da­zu muss­te er mit Hil­fe ei­ner Lei­ter aus dem Fens­ter im vier­ten Ober­ge­schoss auf ei­ner Tra­ge ab­trans­por­tiert wer­den. Er be­fin­det sich in in­ten­siv­me­di­zi­ni­scher Be­hand­lung und schweb­te auch am Nach­mit­tag wei­ter­hin in Le­bens­ge­fahr.

Die Er­mitt­ler der ges­tern ein­ge­rich­te­ten Mord­kom­mis­si­on er­klär­ten, die Aus­sa­gen des Be­schul­dig­ten deck­ten sich mit den Spu­ren am Tat­ort. Dem­nach wirk­te der 51-Jäh­ri­ge mas­siv mit stump­fer und schar­fer Ge­walt auf sei­nen Mit­be­woh­ner ein. Dau­er­haf­te per­sön­li­che Strei­te­rei­en um das je­wei­li­ge Ei­gen­tum des an­de­ren sol­len der Aus­lö­ser für die Tat ge­we­sen sein. Die Tat­zeit soll laut Po­li­zei zwi­schen 8.30 und 9 Uhr lie­gen – und da­mit un­mit­tel­bar vor dem Er­schei­nen des Man­nes auf der Wa­che in Bilk.

Der Tat­ort wur­de weit­räu­mig ab­ge­sperrt und kri­mi­nal­tech­nisch un­ter­sucht. Die Be­woh­ner des Hau­ses muss­ten ei­nen Per­so­nal­aus­weis vor­zei­gen, wenn sie in ih­re Woh­nung woll­ten. Be­su­cher des Ki­osks im Erd­ge­schoss des Eck­hau­ses und An­woh­ner be­ob­ach­te­ten den Po­li­zei­ein­satz, hat­ten aber von der Tat nichts be­kom­men.

Den ers­ten Er­kennt­nis­sen der Po­li­zei zu­fol­ge ist die Woh­nung auf das 34-jäh­ri­ge Op­fer an­ge­mel­det. Der Mann be­her­berg­te den Tat­ver­däch­ti­gen seit Sep­tem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res, nach­dem die­ser ei­ne Er­satz­frei­heits­stra­fe we­gen Sach­be­schä­di­gung ab­ge­ses­sen hat­te. Bei­de Män­ner sind auch be­reits po­li­zei­lich in Er­schei­nung ge­tre­ten, je­doch nicht we­gen Ge­waltstraf­ta­ten.

Da es Hin­wei­se gab, dass der Ver­däch­ti­ge Dro­gen kon­su­miert hat­te, wur­de ihm ei­ne Blut­pro­be ent­nom­men. Er soll heu­te ei­nem Haft­rich­ter vor­ge­führt wer­den.

FOTO: GER­HARD BER­GER

Meh­re­re Strei­fen- und Ret­tungs­wa­gen wa­ren ges­tern an der Wet­ter­stra­ße im Ein­satz.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.