„Der Wild­wuchs be­trifft ganz Düs­sel­dorf“

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Un­ser Ar­ti­kel über das stadt­weit un­kon­trol­liert wu­chern­de Grün stößt bei un­se­ren Le­sern auf gro­ße Re­so­nanz. Vie­le nen­nen Bei­spie­le.

Mich stört die­ser Wild­wuchs sehr. Ich bin mit Si­cher­heit kein Spie­ßer, aber wenn Düs­sel­dorf sich als welt­of­fe­ne Stadt prä­sen­tie­ren möch­te, be­steht drin­gend Hand­lungs­be­darf. An die­ser Stel­le möch­te ich an die wun­der­vol­le Aus­stel­lung der Meni­nas auf der Hein­rich-Hei­ne-Al­lee er­in­nern. Al­les war pi­co­bel­lo! Be­su­chern fällt die­ses un­ge­pfleg­te Er­schei­nungs­bild so­fort ins Au­ge. Wet­ter, Bau­stel­len usw. sind fau­le, be­triebs­blin­de Aus­re­den! Brit­ta Se­ve­rin, Bilk Sie spre­chen mir voll aus dem Her­zen! Wir woh­nen seit 1977 in Hel­ler­hof. Seit Jah­ren wird der „Wild­wuchs“bei uns im­mer schlim­mer! Geh­we­ge, Rinn­stei­ne, Ka­nal­de­ckel und Baum­schei­ben wach­sen zu bei stän­dig stei­gen­den Ge­büh­ren! Wo sind die Prio­ri­tä­ten der Stadt? Bei der „Tour de Fran­ce“? Bei auf­ge­motz­ter In­nen­stadt? Die Stadt­tei­le blei­ben au­ßen vor! Die­ter Kirch­hoff, Hel­ler­hof Si­cher­lich ge­hört die Rhein­pro­me­na­de in Ben­rath zu den be­lieb­ten Bum­mel­zo­nen der Stadt. Was aber die Be­su­cher zur Pflege der Pro­me­na­de sa­gen, möch­te man hier nicht wie­der­ge­ben. Auf dem ers­ten Stück ist der Wild­wuchs an den Rand­strei­fen zum Deich hin mehr als aus­ge­prägt. Bis zur Kan­te ist die Stadt zu­stän­dig. Da­nach der „Deich­graf“. Aber egal wer da­für zu­stän­dig ist – es ist ein­fach nur un­ge­hö­rig, wie sel­ten und wenn, wie phleg­ma­tisch der Be­reich ge­säu­bert wird. Dass wir in ei­ner Zeit le­ben, wo an al­len En­den und Ecken an­geb­lich ge­spart wer­den muss, hat ei­nen lang­sam nicht mehr re­pa­ra­blen Zeit­geist. Klaus Rei­mann, Ben­rath Der Wild­wuchs be­trifft ganz Düs­sel­dorf, und zu Recht wei­sen Sie auf den lei­der viel zu früh ver­stor­be­nen OB Joa­chim Er­win hin, der die­sen Wild­wuchs er­folg­reich be­kämpft hat­te. Der Hin­weis auf die der­zei­ti­ge Wet­ter­si­tua­ti­on kann nur als Aus­re­de gel­ten. Es liegt ein­zig und al­lein dar­an, dass die Pfle­gein­ter­val­le ver­kürzt oder nach un­se­rem Ein­druck ganz auf­geho­ben wor­den sind. Aus un­se­rem Um­feld möch­ten wir den Frei­li­grath­platz und die Hal­te­stel­le der U 78 nen­nen. Die Ram­pen sind über­wu­chert mit Dis­teln und Un­kraut. Das Ver­bund­pflas­ter ist un­eben und so­mit Stol­per­fal­le. Ein Blick in das Gleis­bett spricht Bän­de. Nicht nur nach Spie­len der Fortu­na in der Are­na sieht es so aus, nein, lei­der ein Dau­er­zu­stand. Müll, wil­de Müll­kip­pen über­all. Kein schö­ner An­blick nicht nur für die ein­hei­mi­schen Fahr­gäs­te, auch kei­ne gu­te Vi­si­ten­kar­te für die zahl­rei­chen Mes­se­be­su­cher. Wir wis­sen, die Rhein­bahn trägt kei­ne Schuld, es sind die Kip­pen­schnip­per und we­nig so­zia­li­sier­te Zeit­ge­nos­sen, die ih­ren Un­rat statt in die Ab­fall­kör­be ins Gleis­bett wer­fen. Trotz­dem soll- te ne­ben den Pres­ti­ge­ob­jek­ten der neu­en U-Bahn auch das üb­ri­ge Netz nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Un­ser OB Gei­sel kommt doch aus ei­nem „Länd­le“, das für sei­ne Sau­ber­keit durch Kehr­wo­che be­kannt ist. Er könn­te in die Fuß­stap­fen sei­nes VorVor­gän­gers tre­ten und auch für un­ser ver­wil­der­tes „Städt­le“et­was tun. Re­na­te und Ger­hard Nöl­le, Stock­um Ihr Bei­trag schil­dert ge­nau den Ge­samt­ein­druck von un­se­rer Stadt. Er­wäh­nen möch­te ich noch den ge- wal­ti­gen Wild­wuchs des nicht un­ge­fähr­li­chen „Rie­sen-Bä­ren­klau“(Her­a­cle­um) z.B. an den Rän­dern der Dan­zi­ger Stra­ße. An­de­rer­seits gibt es auch ein lo­bens­wer­tes Bei­spiel, wie man Ver­kehrs­in­seln at­trak­tiv und pfle­ge­leicht ge­stal­ten kann. Im Kreu­zungs­be­reich Nie­der­rhein­stra­ße/Al­te Land­stra­ße sind bun­te Blu­men­wie­sen ent­stan­den, die seit Wo­chen in al­len Far­ben strah­len. Ich freue mich je­des Mal, wenn ich dort vor­bei fah­re. Ger­trud Les­sing, Kai­sers­werth Nicht nur in der Stadt­mit­te oder in Grün­an­la­gen ist Wild­wuchs, auch auf der Opitz­stra­ße. Das Pro­blem hat­ten wir vor ei­nem Jahr. Wir ha­ben uns an die Be­zirks­ver­tre­tung 6 ge­wandt. Von der stell­ver­tre­ten­den Be­zirks­vor­sit­zen­den be­ka­men wir nicht die er­hoff­te Un­ter­stüt­zung. Erst der Lei­ter der Be­zirks­ver­tre­tung un­ter­stütz­te uns. Es kam ein Trupp der Stadt, säu­ber­te den Bür­ger­steig. Jetzt sieht es wie­der so aus. Hei­di und Jür­gen Seitz, Mör­sen­broich Grund­sätz­lich wol­len wir nicht nur Kri­tik üben. Die Au­f­ar­bei­tung der Schä­den des Pfingst­sturms 2014 sind auch wei­ter­hin im Gan­ge, zei­ti­gen sicht­ba­re Er­fol­ge und wer­den das Bud­get der Stadt ge­wiss er­heb­lich be­las­ten, so dass an­ders­wo ge­spart wer­den muss. Den­noch ist es wich­tig, das Er­schei­nungs­bild der Stadt so zu er­hal­ten, wie es dem Image von Düs­sel­dorf ent­spricht. Möch­te Düs­sel­dorf mit dem Spruch „reich aber ver­wahr­lost“be­dacht wer­den? Wohl nicht! Ganz kon­kret: Die Grün­an­la­ge an der Kai­sers­wer­t­her Stra­ße zwi­schen Fi­scher­stra­ße und der Kreu­zung Kle­ver Stra­ße ist vol­ler Un­kraut, auf dem Golz­hei­mer Fried­hof ist der Zu­weg über­wu­chert und nicht mehr be­geh­bar. Ei­ne Stadt wie Düs­sel­dorf muss nicht ge­pflegt sein wie ein Schwei­zer Mus­ter­dorf, aber ein ge­wis­ser bür­ger­lich ge­die­ge­ner Pfle­ge­zu­stand der Grün­an­la­gen soll­te an­ge­strebt wer­den, oh­ne dass dies als spie­ßig be­trach­tet wird. Um dies bei ver­tret­ba­ren Kos­ten zu er­rei­chen, möch­ten wir fol­gen­des an­re­gen: Sämt­li­che in den Grün­an­la­gen er­for­der­li­chen Ar­bei­ten müs­sen in ei­nem Durch­gang er­fol­gen und nicht von un­ter­schied­li­chen Stel­len bzw. Fir­men zu un­ter­schied­li­chen Ter­mi­nen. Nach je­dem er­le­dig­ten Ar­beits­durch­gang soll­te ein kom­pe­ten­ter Be­auf­trag­ter der Stadt dies kri­tisch prü­fen. Jut­ta und Pe­ter Schul­te, Golz­heim Nicht nur das Gar­ten­amt trägt Schuld an den zu­ge­wach­se­nen We­gen, son­dern auch die Awis­ta, die trotz Ge­büh­ren­rech­nung, die das Fe­gen der Bür­ger­stei­ge be­inhal­tet, die Bür­ger­stei­ge nicht rei­nigt. Man kann re­gel­mä­ßig be­ob­ach­ten, dass der Kehr­wa­gen mit ho­hem Tem­po über die Stra­ßen fährt, aber kei­ner die Bür­ger­stei­ge fegt. Über­all, wo die Bür­ger­stei­ge nicht von den Haus­be­woh­nern ge­fegt wer­den, wächst das Un­kraut. Win­fried Jung, Ger­res­heim

FOTO: DR

Auf dem Kirch­platz in Un­ter­bilk sind die Fahr­rad­stän­der ein­ge­wach­sen.

LESERFOTO: PAUL BER­NARD

An der Aa­che­ner Stra­ße in Bilk herrscht der Wild­wuchs.

LESERFOTO: PE­TER SCHUL­TE

Im nörd­li­chen Be­reich des Golz­hei­mer Fried­hofs ist der Zu­weg zu­ge­wu­chert.

LESERFOTO: JÜR­GEN SEITZ

Bü­sche auf der ei­nen Sei­te, Un­kraut auf der an­de­ren: die Opitz­stra­ße in Mör­sen­broich.

LESERFOTO: WIN­FRIED JUNG

Auf der Has­sel­beck­stra­ße in Ger­res­heim ist fast der Geh­weg nicht mehr zu se­hen.

LESERFOTO: PE­TER SCHUL­TE

Ei­ne Baum­schei­be an der Ecke Zie­ten-/Schwer­in­stra­ße in Golz­heim.

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