Mons­ter auf der Kö­nigs­al­lee

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

Sie ist die klas­si­sche KöGän­ge­rin mit Sei­den­tuch und Hut, ganz be­stimmt ei­ne Da­me äl­te­ren Se­mes­ters, die noch ein we­nig ein­kau­fen möch­te an die­sem Nach­mit­tag. Sie war in der Alt­stadt, über­quer­te die Gi­ra­det-Brü­cke und auf ein­mal hält sie ir­ri­tiert in­ne. Auf der Brü­cke sit­zen et­wa 50 Men­schen und star­ren auf ih­re Han­dys, man­che un­ter­hal­ten sich, man­che ge­hen ein paar Schrit­te vor und wie­der zu­rück. Die Frau schüt­telt sehr ir­ri­tiert den Kopf. Es ist ein An­blick, an den man sich in den nächs­ten Mo­na­ten wohl ge­wöh­nen muss: her­um­lun­gern­de Ju­gend­li­che und jun­ge Er­wach­se­ne, die an ver­schie­de­nen Stel­len der Stadt zu­sam­men­kom­men um ... ja um was ei­gent­lich zu tun? Es geht um ein neu­es Spiel für Smart­pho­nes na­mens „Po­ké­mon Go“. Ei­gent­lich ist das in Deutsch­land noch gar nicht frei­ge­schal­tet, der Eu­ro­pa­s­tart des Spiels wur­de we­gen des gro­ßen An­drangs und der da­mit ver­bun­de­nen Pro­ble­me ver­scho­ben, aber in Asi­en und den USA ist es be­reits ein Mas­sen­phä­no­men. Dort ha­ben es die Spie­ler, die sich ges­tern auf der Brü­cke tra­fen, auch her. Al­so aus dem Netz, ir­gend­wie halt über ame­ri­ka­ni­sche und asia­ti­sche Zu­gän­ge. In dem Spiel geht es dar­um klei­ne Mons­ter, die Po­ké­mons (Kurz­form von Po­cket Mons­ters, al­so Ta­schen­mons­ter) zu fan­gen. Die sprin­gen an be­stimm­ten Or­ten Düs­sel­dorfs her­um, zu­min­dest auf den vir­tu­el­len Stadt­plä­nen, mit de­ren Hil­fe sich die Spie­ler durch Düs­sel­dorf be­we­gen. Ziel ist mög­lichst vie­le Mons­ter zu fan­gen. Im Grun­de han­delt es

RP-FOTO: ANDRE­AS ENDERMANN

Jo­nas, Eliyah und Lu­kas (v.l.) ja­gen auf der Kö­nigs­al­lee ge­mein­sam mit vie­len an­de­ren Ga­mern Mons­ter.

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