Ei­gen­tü­me­rin von Hit­ler­sGe­burts­haus ent­eig­net

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

BRAU­NAU (RP) Adolf Hit­lers Ge­burts­haus in Brau­nau ge­hört künf­tig dem ös­ter­rei­chi­schen Staat. Die rot-schwar­ze Ko­ali­ti­on be­schloss ges­tern, die Be­sit­ze­rin des An­we­sens zu ent­eig­nen, nach­dem man sich nicht auf ei­ne Nut­zung des seit Jah­ren leer ste­hen­den Ge­bäu­des ei­ni­gen konn­te. Die Frau soll ent­schä­digt wer­den. Ös­ter­reichs In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang So­bot­ka (ÖVP) er­klär­te, er kön­ne sich wei­ter ei­nen Ab­riss vor­stel­len. Es soll ver­hin­dern wer­den, dass das Haus zu ei­ner Pil­ger- oder Ge­denk­stät­te für Men­schen mit NS-Ge­dan­ken­gut wird. Das Par­la­ment will die Ent­eig­nung im Sep­tem­ber auch for­mal ab­seg­nen. Ei­ne Kom­mis­si­on will dann auch Vor­schlä­ge zur Zu­kunft des Hau­ses vor­le­gen. Hit­ler war in Brau­nau am 20. April 1889 ge­bo­ren wor­den. 1892 zog die Fa­mi­lie nach Pas­sau. Seit 1972 hat­te die Re­pu­blik das Haus ge­mie­tet und dort un­ter an­de­rem ei­ne Be­hin­der­ten­werk­statt un­ter­ge­bracht. Brau­nau ringt seit Jahr­zehn­ten um den rich­ti­gen Um­gang mit dem his­to­ri­schen Er­be.

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