Kun­den kön­nen Kre­di­te nach Jah­ren kün­di­gen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

KARLS­RU­HE (rtr) Im Streit zwi­schen Ban­ken und Kre­dit­kun­den um fal­sche Wi­der­rufs­be­leh­run­gen ha­ben die Geld­häu­ser ei­ne Nie­der­la­ge er­lit­ten. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) ent­schied ges­tern, dass Kun­den noch nach Jah­ren ih­re Kre­dit­ver­trä­ge kün­di­gen kön­nen, so­fern die Wi­der­rufs­be­leh­rung im Ver­trag Feh­ler ent­hielt. Die Spar­kas­se Nürn­berg wur­de ver­ur­teilt, ei­nen Dar­le­hens­ver­trag aus dem Jahr 2008 rück­ab­zu­wi­ckeln. Die Grund­satz­ent­schei­dung hat Aus­wir­kun­gen auf zahl­rei­che Pro­zes­se um den Wi­der­ruf von Alt­ver­trä­gen. Das „ewi­ge Wi­der­rufs­recht“hät­te nur ge­en­det, wenn die Be­leh­rung nach­ge­bes­sert wor­den wä­re, er­klär­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Jür­gen El­len­ber­ger (Az.: XI ZR 564/15).

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