Ana­lys­ten hal­ten hö­he­res Bay­er-An­ge­bot für mög­lich

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

LE­VER­KU­SEN (anh) Das Miss­trau­en der An­le­ger schwin­det. Die Bay­erAk­tie, die nach Be­kannt­wer­den der Über­nah­me-Plä­ne für Monsan­to von 96 auf 85 Eu­ro ab­ge­stürzt war, hat wie­der auf 93 Eu­ro auf­ge­holt. Mög­li­che Er­klä­rung: Die Ak­tio­nä­re hof­fen, dass der fi­nan­zi­ell ris­kan­te De­al doch nicht kommt. Da­mit blie­be ih­nen ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung er­spart, über die Bay­er den Kauf teil­wei­se stem­men will. Oder der Kauf wird nicht so teu­er, wie zu­nächst be­fürch­tet. Der US-Kon­zern hat­te ein ers­tes An­ge­bot der Deut­schen, die 122 Dol­lar pro Monsan­to-Ak­tie bie­ten, ab­ge­lehnt. Ana­lys­ten spe­ku­lier­ten, die Ame­ri­ka­ner woll­ten 140 Dol­lar se­hen. Doch nach Monsan­tos jüngs­tem Ge­winn­ein­bruch und den wach­sen­den po­li­ti­schen Wi­der- stän­den ge­gen das Haupt­pro­dukt Gly­pho­sat sieht Bay­er we­nig An­lass, das An­ge­bot kräf­tig zu er­hö­hen.

Stra­te­gisch macht der Kauf wei­ter­hin Sinn, be­tont Tim Race in ei­ner ak­tu­el­len Stu­die. Der Ana­lyst der Deut­schen Bank emp­fiehlt die Bay­er-Ak­tie zum Kauf und sieht als Kurs­ziel 124 Eu­ro. Für ei­nen Zu­sam­men­schluss sprä­chen ope­ra­ti­ve Grün­de, schreibt Race. Oh­ne Fu­si­on dro­he Bay­er im glo­ba­len Pflan­zen­schutz­ge­schäft zu­rück­zu­fal­len, erst recht wenn Monsan­to al­ter­na­tiv ei­ne Part­ner­schaft mit BASF ein­ge­hen soll­te. Der Ana­lyst geht da­von aus, dass Bay­er am En­de auch ei­nen Preis von 135 Dol­lar je Monsan­toAk­tie stem­men kann – wenn der Kon­zern an­schlie­ßend die an­ge­peil­ten Sy­ner­gi­en rea­li­sie­ren soll­te.

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