Löw freut sich auf die Ar­beit mit den Na­tio­nal­spie­lern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

KÖLN (sid) Das Zau­dern hat ein En­de, Joa­chim Löw hat „Ja“ge­sagt: Fünf Ta­ge nach dem Aus im EMHalb­fi­na­le ge­gen Frank­reich (0:2) hat sich der Bun­des­trai­ner klar zum Deut­schen Fuß­ball-Bund (DFB) be­kannt. Der 56-Jäh­ri­ge will sei­nen Ver­trag bis 2018 er­fül­len. „Ich bin si­cher, die Mann­schaft wird uns noch viel Freu­de be­rei­ten, so dass auch mei­ne Freu­de wei­ter­hin un­ge­bro­chen groß ist, mit die­sen Spie­lern zu ar­bei­ten und sie mit Blick auf die WM 2018 in Russ­land wei­ter zu ent­wi­ckeln“, sag­te Löw, nach­dem er ei­ni­ge Ta­ge auf Tauch­sta­ti­on ge­gan­gen war.

Ernst­haft im Raum hat­te ein Ab­schied nach zehn Jah­ren wohl nicht ge­stan­den, auch wenn Löw von „ei­ner Zä­sur nach so ei­nem Tur­nier“sprach. „Wir al­le wa­ren nach dem Halb­fi­nal-Aus na­tür­lich ent­täuscht. Die Wo­chen vor und wäh­rend der EM ha­ben viel Kraft ge­kos­tet. Da sind ein paar Ta­ge der Ru­he und des Ab­stands wich­tig“, be­ton­te er. Für ihn ste­he aber nach wie vor fest: „Trotz un­se­rer Ent­täu­schung hat die Mann­schaft nicht ent­täuscht.“

Des­halb hat­te DFB-Prä­si­dent Rein­hard Gr­in­del auch „nie ei­nen Zwei­fel dar­an ge­habt, dass er sei­nen Weg ent­schlos­sen fort­set­zen möch- te und die Ti­tel­ver­tei­di­gung bei der WM 2018 als gro­ßes, ge­mein­sa­mes Ziel an­strebt“. Es sei „ei­ne Fra­ge des Re­spekts“ge­we­sen, er­gänz­te Gr­in­del, „dem Bun­des­trai­ner nach ei­nem so in­ten­si­ven Tur­nier ein paar Ta­ge der Ru­he zu las­sen, um mit et­was Ab­stand die Er­eig­nis­se zu ana­ly­sie­ren“.

Trotz des ver­pass­ten EM-Ti­tels sei Löw „der bes­te Trai­ner für die­se Mann­schaft. Er hat un­ser un­ein­ge­schränk­tes Ver­trau­en“.

Löw hat­te sich wie schon nach den ver­gan­ge­nen Tur­nie­ren ei­ne Aus­zeit in Frei­burg und sei­ner Wahl­hei­mat Ber­lin ge­gönnt. Er nutz­te die­se auch zur per­sön­li­chen Ana­ly­se. Nach der Som­mer­pau­se will der Bun­des­trai­ner dann zu­sam­men mit sei­nem Trai­ner- und Ex­per­ten­team die Eu­ro auf­ar­bei­ten. Be­reits am 31. Au­gust geht es mit dem Län­der- spiel in Mön­chen­glad­bach ge­gen Russ­land wei­ter. Am 4. Sep­tem­ber steigt die DFB-Elf in Os­lo ge­gen Nor­we­gen in die Qua­li­fi­ka­ti­on zur WM in Russ­land ein.

Bis da­hin will Löw auch ei­ne Ant­wort auf die Fra­ge fin­den: War­um wur­de der Welt­meis­ter nicht auch Eu­ro­pa­meis­ter, ob­wohl Löw und sei­ne Spie­ler sich ge­gen Frank­reich doch klar über­le­gen ge­se­hen ha­ben? Ei­ne kri­ti­sche Au­f­ar­bei­tung des Tur­niers mit do­mi­nan­ten Leis­tun­gen, aber nur sie­ben To­ren in sechs Spie­len ist si­cher von­nö­ten. Ei­nen gro­ßen Um­bruch muss es aber nicht ge­ben.

FO­TO: DPA

Joa­chim Löw

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