Iyo­ha will sich in Blick­punkt spie­len

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT -

Der 18-jäh­ri­ge Stür­mer des Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten Fortu­na hat sich für die­se Sai­son viel vor­ge­nom­men. Da­für hat er in der spiel­frei­en Zeit an sei­ner Fit­ness ge­ar­bei­tet und zeigt das der­zeit im Trai­nings­la­ger in Ös­ter­reich.

BERND JOLITZ BE­RICH­TET AUS MA­RIA ALM Ein­fach nur so in den Tag hin­ein zu le­ben, von Trai­nings­ein­heit zu Trai­nings­ein­heit zu den­ken – das ist nicht Em­ma­nu­el Iyo­has Ding. Ob­wohl Fortu­nas Of­fen­siv-Hoff­nung aus dem ei­ge­nen Nach­wuchs erst 18 Jah­re alt ist, plant Iyo­ha be­reits jetzt für die Zeit nach der Kar­rie­re als Fuß­ball­pro­fi. „Im Ok­to­ber möch­te ich ein Fern­stu­di­um im Be­reich Sport­ma­nage­ment auf­neh­men“, sagt der ge­bür­ti­ge Düs­sel­dor­fer. „Das ist ein Sek­tor, für den ich mich sehr in­ter­es­sie­re und in dem ich spä­ter gern ar­bei­ten möch­te.“

Viel hat nicht ge­fehlt, und Iyo­ha hät­te schon im ver­gan­ge­nen Herbst das Stu­di­um be­gon­nen, un­mit­tel­bar nach sei­nem Abitur auf dem Ober­kas­se­ler Co­me­ni­us-Gym­na­si­um (Schnitt 2,6). „Dann er­hielt ich aber die Chan­ce in Fortu­nas Pro­fi­ka­der“, er­klärt der Lo­cken­kopf, „und dar­auf woll­te ich mich dann doch voll kon­zen­trie­ren. Da­zu noch ein Stu­di­um, das wä­re zu viel Neu­es auf ein­mal ge­we­sen.“

Sei­ne Chan­ce im Zweit­li­ga-Team hat er in je­dem Fall ge­nutzt. Ob­wohl sei­ner­zeit der Jüngs­te im Ka­der, wur­de Iyo­ha vier­mal ein­ge­wech­selt, beim 0:0 in Pa­der­born so­gar schon zur Pau­se. Ein­mal, beim 0:3 ge­gen Union Ber­lin, war er gar von Be­ginn an da­bei und blieb ei­ne St­un­de lang auf dem Feld. Zum 18er-Ka­der ge­hör­te er bei­na­he re­gel­mä­ßig.

Kei­ne schlech­te Bi­lanz für ei­nen Neu­ling in ei­nem Fuß­ball-Ka­der, zu­mal er noch im­mer der jüngs­te Fortu­na-Pro­fi ist. „Na­ja, im Trai­nings­la­ger hier in Ma­ria Alm nicht ganz“, kor­ri­giert er. „Kar­lo Ma­jic ist so­gar 1998er-Jahr­gang.“Der Kroa­te ist Trai­ner Fried­helm Fun­kel zu­fol­ge frei­lich erst ein­mal für die U19-Ju­nio­ren der Fortu­na vor­ge­se­hen, soll­te in Ös­ter­reich le­dig­lich hin­ein­schnup­pern.

„Em­ma“, wie er all­seits ge­ru­fen wird, hat in der neu­en Sai­son die gro­ße Chan­ce, sich noch stär­ker in den Blick­punkt zu spie­len. Hilf­reich ist für ihn da­bei sei­ne Viel­sei­tig­keit: Der 1,91-Me­ter-Mann kann als vor­ders­ter Stoß­stür­mer, hin­ter der Spit­ze und auf bei­den of­fen­si­ven Au­ßen­bah­nen ein­ge­setzt wer­den. Da­bei will sich Iyo­ha gar nicht fest­le­gen, wel­che Rol­le ihm am liebs­ten ist. „Ganz vor­ne drin hat man mehr Ru­he und mehr Frei­hei­ten“, sagt er. „Au­ßer­dem ha­be ich durch mei­ne Län­ge ei­ni­ge Vor­tei­le, zum Bei­spiel im Kopf­ball­spiel. Hän­gen­de Spit­ze spie­le ich aber auch gern, auf den Flü­geln so­wie­so. Vor al­lem links, da kann ich gut nach in­nen zie­hen und mit mei­nem stär­ke­ren rech­ten Fuß ab­schlie­ßen.“

Sei­ne Grö­ßen­vor­tei­le hat der deut­sche U19-Na­tio­nal­spie­ler in der kur­zen Som­mer­pau­se noch ein­mal un­ter­stri­chen – mit be­acht­li­chem Mus­kel­auf­bau. „Okay, ich war im Som­mer in der Re­ha“, be­rich­tet Iyo­ha lä­chelnd. „Da ha­be ich auch ein biss­chen was an der Ober­kör­per-Mus­ku­la­tur ge­macht.“

Ein biss­chen was? Das Er­geb­nis ist je­den­falls der Kör­per ei­nes Mo­dell­ath­le­ten. „Durch kör­per­li­che Kraft wird man auch men­tal stär- ker“, sagt der Stür­mer. „Man hat ein­fach ein ganz an­de­res Bild von sich selbst.“

Das Bild, das die maß­geb­li­chen For­tu­nen von ihm ha­ben, ist oh­ne­hin po­si­tiv, und er er­fährt da­bei ste­ti­ge Un­ter­stüt­zung. „Der Trai­ner sucht im­mer wie­der das Ge­spräch mit uns“, lobt Iyo­ha. „Ich fin­de es sehr gut, dass er kei­nen im Dun­keln ste­hen lässt.“Fun­kel be­han­de­le je­den gleich – und das er­höht noch ein­mal Em­ma­nu­el Iyo­has Mo­ti­va­ti­on für kom­men­de Auf­ga­ben. So­fern das über­haupt noch mög­lich war.

FO­TO: CHRIS­TOF WOLFF

Die Post­kar­ten­idyl­le sieht nach Ur­laub aus - das täuscht aber: Em­ma­nu­el Iyo­ha be­rei­tet sich mit der Fortu­na in Ma­ria Alm auf die Sai­son vor.

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