Ka­len­der­blatt 13. Ju­li 1977

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - UNTERHALTUNG - TEXT: JENI / FO­TO: DPA

Zwei Blitz­schlä­ge wa­ren schuld an der Ka­ta­stro­phe, die New York Ci­ty am 13. Ju­li 1977 heim­such­te. „Die Stadt, die nie­mals schläft“durf­te in die­ser Nacht nicht zur Ru­he kom­men. Als die Blitz­schlä­ge am Abend ei­nen Trans­for­ma­tor und meh­re­re Haupt­lei­tun­gen lahm­leg­ten, war es heiß, sehr heiß. Doch auf Kli­ma­an­la­gen muss­ten die New Yor­ker in den nächs­ten 25 St­un­den ver­zich­ten. Ge­nau­so wie auf Licht, Auf­zü­ge und Alarm­an­la­gen. Plün­de­rer zo­gen durch die Stra­ßen. Am meis­ten be­trof­fen wa­ren die ar­men Vier­tel, dar­un­ter Har­lem, die South Bronx und Crown Heigths. Der Strom­aus­fall of­fen­bar­te die so­zia­le Schief­la­ge in der Stadt. Wäh­rend am Broad­way Pro­mi­nen­te ei­ne Frei­luft­par­ty fei­er­ten – Al Pa­ci­no soll da­bei ge­we­sen sein, au­ßer­dem An­dy War­hol und Cal­vin Klein - ,lit­ten die Ar­men un­ter ei­ner Wel­le der Ge­walt. Hun­der­te Men­schen wur­den in die­ser Nacht ver­letzt. Die Feu­er­wehr hat­te mehr als tau­send Brän­de zu lö­schen. Und mehr als 1500 Ge­schäf­te wur­den ge­plün­dert (Fo­to): Mö­bel­ge­schäf­te, Haus­halts­wa­ren­lä­den und Au­to­sa­lons. Der fi­nan­zi­el­le Scha­den wur­de auf meh­re­re Hun­dert Mil­lio­nen Dol­lar ge­schätzt. Manch ei­ner sprach auch von ei­nem Scha­den in Mil­li­ar­den­hö­he. Erst am spä­ten Abend des fol­gen­den Ta­ges gin­gen die Lich­ter wie­der an, die Plün­de­run­gen en­de­ten. Ei­ne Wie­der­ho­lung des Vor­falls ist nicht aus­ge­schlos­sen – noch im­mer gilt das New Yor­ker Strom­netz als ma­ro­de und stör­an­fäl­lig.

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