Psy­chisch Kran­ker greift Mal­te­ser an

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEILE -

Der Mann hat­te zu­vor den Ret­tungs­dienst selbst be­stellt.

OBERBILK (sg) In Oberbilk hat ein of­fen­bar psy­chisch ge­stör­ter Mann den von ihm selbst alar­mier­ten Ret­tungs­dienst im Haus­flur mit Schlä­gen emp­fan­gen und spä­ter auch Po­li­zis­ten an­ge­grif­fen, die den Sa­ni­tä­tern zu Hil­fe ei­len woll­ten.

Po­li­zei und Feu­er­wehr be­stä­tig­ten ges­tern den Vor­fall, der sich be­reits am vor­ver­gan­ge­nen Sonn­tag er­eig­net hat­te. Der ara­bisch­stäm­mi­ge Mann sei noch am sel­ben Tag in ei­ne psych­ia­tri­sche Kli­nik ein­ge­wie­sen wor­den. Den ver­letz­ten Hel­fern ge­he es wie­der gut.

Der Mann hat­te am frü­hen Sonn­tag­mor­gen den No­t­ruf 112 ge­wählt und von ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­men be­rich­tet. Der Di­s­po­nent schick­te ei­nen Kran­ken­wa­gen zu der Adres­se am Ober­bil­ker Markt. Als die bei­den Ret­tungs­as­sis­ten­ten vom Mal­te­ser-Hilfs­dienst al­ler­dings in das Haus ka­men, stand der An­ru­fer be­reits vor sei­ner Woh­nungs­tür in der ers­ten Eta­ge und be­schimpf­te die Hel­fer in hoch ag­gres­si­ver Tonart, schlug ei­nem der bei­den hef­tig ins Ge­sicht. Als er droh­te, Waf­fen aus sei­ner Woh­nung zu ho­len, „dann bring’ ich euch bei­de um“, flüch­te­ten die Sa­ni­tä­ter in ihr Fahr­zeug und rie­fen die Po­li­zei. Nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Re­dak­ti­on wur­de kurz­zei­tig der Ein­satz ei­nes Spe­zi­al­ein­satz­kom­man­dos er­wo­gen, be­vor meh­re­re Be­am­te den Mann in sei­ner Woh­nung über­wäl­tig­ten. Auch sie wur­den ver­letzt, un­ter an­de­rem durch das Pfef­fer­spray, das sie ge­gen den ag­gres­si­ven An­grei­fer ein­setz­ten. Die Po­li­zis­ten blie­ben den­noch im Di­enst, ein Sa­ni­tä­ter muss­te zur am­bu­lan­ten Be­hand­lung ins Kran­ken­haus.

RP-FO­TOS: ANDRE­AS ENDERMANN

In der Brand­si­mu­la­ti­ons­an­la­ge in Ga­rath durf­te Jan Müh­len­bernd mit Aus­bil­der Do­mi­nik Bern­schnei­der Feu­er lö­schen.

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