Der Bil­ker Bau-Boom

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEILE - VON SEMIHA ÜNLÜ

In ei­nem Ra­di­us von we­ni­gen hun­dert Me­tern ent­ste­hen zur­zeit Ge­bäu­de­kom­ple­xe mit mehr als 530 Woh­nun­gen. Die Nach­fra­ge ist groß.

BILK Stadt­tei­le wie Ha­fen und Pem­pel­fort wach­sen mit Lu­xus-Wohn­tür­men in den nächs­ten Jah­ren ra­sant in die Hö­he, doch Bilk wird vor al­lem in die Brei­te ge­hen: Denn in dem be­völ­ke­rungs­reichs­ten Stadt­teil Düs­sel­dorfs ent­ste­hen vor al­lem Wohn­quar­tie­re mit be­grün­ten In­nen­hö­fen und Spiel­plät­zen, teil­wei­se auch mit Ein­zel­han­dels- und Di­enst­leis­tungs­ge­schäf­ten, die da­mit ide­al für Fa­mi­li­en oder Se­nio­ren sind. In ei­nem Ra­di­us von nur we­ni­gen hun­dert Me­tern sind zur­zeit vier sol­cher Pro­jek­te in Pla­nung, eins ist so­gar fast schlüs­sel­fer­tig. Ein Über­blick. „Ka­ro­lin­ger Hö­fe“Das größ­te Wohn­quar­tier ent­steht auf dem ehe­ma­li­gen Are­al von Da­ta und Au­to Be­cker zwi­schen Ka­ro­lin­ger-, Me­ro­win­ger- und Suit­ber­tus­stra­ße und hat bis­lang auch die größ­te Ver­zö­ge­rung. Denn ei­gent­lich soll­ten die ers­ten der 340 Woh­nun­gen in die­sem Jahr be­zugs­fer­tig sein. Nach dem Aus­stieg des Ham­bur­ger Pro­jekt­ent­wick­lungs­un­ter­neh­mens 2015 war die BPD Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung in das Neu­bau­vor­ha­ben ein­ge­stie­gen, das auch Flä­chen für Ein­zel­han­del und Gas­tro­no­mie so­wie ei­nen Spiel­platz auf dem 3,7 Hekt­ar gro­ßen Are­al vor­sieht. Frü­hes­tens En­de 2017/An­fang 2018 wer­den die ers­ten Be­woh­ner ein­zie­hen. Die vier Ge­bäu­de ent­ste­hen in Win­kel­form und ha­ben ma­xi­mal sechs Ge­schos­se. Vor­ge­se­hen sind 20 So­zi­al­woh­nun­gen. „High­dea­way“Ganz in der Nä­he zu den „Ka­ro­lin­ger Hö­fen“ent­steht ein wei­te­res Wohn­quar­tier von BPD. An der Mar­tin­stra­ße 47-55 sol­len in den kom­men­den Jah­ren mehr als 40 Ei­gen­tums- und Miet­woh­nun­gen so­wie sie­ben Stadt­häu­ser er­rich­tet wer­den. Vor­ge­se­hen ist dort ein be­grün­ter In­nen­hof mit Spiel­platz. Zwölf Woh­nun­gen sol­len nach An- ga­ben des Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lers öf­fent­lich ge­för­dert sein. Die Nach­fra­ge nach den Woh­nun­gen ist im­mens: 23 Woh­nun­gen sind be­reits ver­kauft. „Me­cum­stra­ße“90 bar­rie­re­freie Woh­nun­gen will die Fran­ko­nia Eu­ro­bau AG in ei­nem sechs­ge­schos­si­gen Wohn- und Ge­schäfts­haus an der Me­cum­stra­ße er­rich­ten. Das C o r n el i u ss tr .

90 Se­nio­ren­woh­nun­gen ent­ste­hen bis 2017 M ec u r. m st

ht st uc r. Fr Kon­zept sieht im Erd­ge­schoss auch Ein­zel­han­del vor. Bis 2017, so Fran­ko­nia, soll das Bau­pro­jekt, das spe­zi­ell für Se­nio­ren ge­dacht ist, ab­ge­schlos­sen sein. „Wohn­quar­tier Moo­ren­platz“Deut­lich wei­ter ist die KBBD Pro­jekt­ge­sell­schaft mbH mit den 40 neu­en Woh­nun­gen (16 öf­fent­lich ge­för­dert) an der Ecke Wit­zel-/Moo­ren- stra­ße ge­gen­über der Uni­k­li­nik. Nach An­ga­ben ei­ner Spre­che­rin wer­den die ers­ten Woh­nun­gen am Frei­tag über­ge­ben. Bei den Pla­nun­gen für „Ser­vice­woh­nen – Wohn­quar­tier am Moo­ren­platz“war der Se­nio­ren­bei­rat ein­be­zo­gen wor­den, um si­cher­zu­stel­len, dass das Quar­tier tat­säch­lich auf die Be­dürf­nis­se äl­te­rer Men­schen zu­ge­schnit­ten wird. Al­le Wohn- und Ge­bäu­de­be­rei­che sind bar­rie­re­frei und über Fahr­stüh­le zu er­rei­chen. So wer­den Hö­hen­un­ter­schie­de mit Ram­pen über­brückt, die Tü­ren ha­ben Brei­ten von min­des­tens 80 Zen­ti­me­tern, da­mit auch Men­schen mit Rol­la­to­ren und Roll­stüh­len sie pro­blem­los pas­sie­ren kön­nen. Al­le Woh­nun­gen kön­nen mit ei­nem No­t­ruf­sys­tem aus­ge­stat­tet wer­den, und die Haupt- und Ne­ben­ein­gän­ge wer­den vi­deo­über­wacht, um dem ho­hen Si­cher­heits­be­dürf­nis ge­ra­de äl­te­rer Men­schen nach­zu­kom­men. Zu­dem ist die Dia­ko­nie vor Ort: Sie wird ei­nen Be­treu­ungs­stütz­punkt be­trei­ben, über den die Be­woh­ner Hil­fen be­zie­hen kön­nen, zum Bei­spiel haus­wirt­schaft­li­che Di­ens­te oder auch Ta­ges- und Kurz­zeit­pfle­ge.

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