Noch mehr Woh­nun­gen im Ha­fen mög­lich

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT - VON UWE-JENS RUHNAU

Ne­ben den Ap­par­te­ment-Hoch­häu­sern sind zwei wei­te­re Pro­jek­te an der Spe­di­ti­on­stra­ße vor­ge­se­hen.

Die bei­den Wohn­tür­me an der Spe­di­ti­on­stra­ße im Me­di­en­ha­fen sol­len ab dem nächs­ten Jahr ge­baut wer­den – und nicht das ein­zi­ge Wohn­pro­jekt auf der Stra­ße blei­ben. „Es gibt zwei wei­te­re Grund­stü­cke nörd­lich da­von, die wir eben­falls für Wohn­be­bau­ung vor­se­hen“, so Ruth Or­zes­sek-Krup­pa, die Lei­te­rin des Düs­sel­dor­fer Pla­nungs­am­tes. Hin­ter­grund ist die ge­wünsch­te Durch­mi­schung der Nut­zun­gen und die nach wie vor an­ge­streb­te Be­le­bung des Ha­fens. Ho­tels, Re­stau­rants und Bü­ros ge­be es auf der Spe­di­ti­on­stra­ße ge­nug, so die Stadt­ver­wal­tung.

Zu­sam­men soll auf den bei­den an­de­ren Grund­stü­cken 11.000 Qua­drat­me­ter Wohn­raum ent­ste­hen. In ih­rer La­ge gleich ne­ben dem Hyat­tHo­tel ist es re­la­tiv ru­hig. An­ders sieht es an der Ein­fahrt in die Spe­di­ti­on­stra­ße aus. Auch dort gibt es noch ein Grund­stück zu ent­wi­ckeln (mit 7500 Qua­drat­me­tern Nutz­flä­che), aber da Lkw-Ver­kehr und Stra­ßen­bahn-Wen­de­schlei­fe in Hör­wei­te sind, sol­len dort nur Bü­ros ge­baut wer­den.

„Heimathafen“heißt das Groß­pro­jekt der Fran­ko­nia Eu­ro­bau Gm­bH ge­gen­über dem bun­ten Co- lo­ri­um, rund 200 Ap­par­te­ments sol­len in je­dem der bei­den 60-Me­terTür­me ent­ste­hen. Die meis­ten da­von 40 bis 50 Qua­drat­me­ter groß, ei­ni­ge we­ni­ge sol­len als Mi­ni-Ap­part­ments auch nur rund 35 Qua­drat­me­ter ha­ben. Die Mie­te wird bei 19 Eu­ro lie­gen, die Ap­par­te­ments sind teil­mö­bliert (u.a. Kü­che), im Dach­ge­schoss gibt es Fit­ness-Club, Bar und Dach­ter­ras­se für die Be­woh­ner.

Fran­ko­nia-Vor­stands­chef Uwe Schmitz hat als Haupt­ziel­grup­pe ar­bei­ten­de Singles im Kopf, von de­nen es in Düsseldorf reich­lich gibt. Sei­ne Kal­ku­la­ti­on geht da­hin, dass die Kalt­mie­te für ein Ap­par­te­ment 1000 Eu­ro nicht über­steigt und sich ge­nü­gend Mie­ter fin­den, die sich das An­ge­bot in die­ser be­son­de­ren La­ge leis­ten kön­nen und wol­len.

Un­ter­liegt das Pro­jekt „Heimathafen“dem Düs­sel­dor­fer Hand­lungs­kon­zept Woh­nen, müss­ten al­so So­zi­al­woh­nun­gen und zu­dem preis­ge­dämpf­te Woh­nun­gen (40 Pro­zent des Ge­samt­vo­lu­mens) an­ge­bo­ten wer­den? Das ist nicht der Fall, denn ers­tens stammt der Kauf­ver­trag von 2008, wo es das Hand­lungs­kon­zept noch gar nicht gab.

Zwei­tens aber „kann man den Grund­schlüs­sel nicht auf Hoch­häu­ser über­tra­gen“, so Or­zes­sek-Krup­pa. Denn So­zi­al­woh­nun­gen sei­en in Hoch­häu­sern ge­ne­rell nicht för­der­fä­hig. Man hat des­we­gen im Hand­lungs­kon­zept Aus­nah­men de­fi­niert, die Schmitz im be­nach­bar­ten Loft­ge­bäu­de um­set­zen will, das auch zum „Heimathafen“ge­hört. Dort ent­ste­hen 45 preis­ge­dämpf­te Woh­nun­gen, die aber nicht die üb­li­chen 9,60 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter kos­ten dür­fen, son­dern ma­xi­mal 14,10 Eu­ro, dann aber in­klu­si­ve Hei­zung, Strom, In­ter­net und Mö­blie­rung. Im Sep­tem­ber soll der Stadt­rat das Bau­recht für das Pro­jekt schaf­fen.

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Die Spe­di­ti­on­stra­ße: Auf der West­sei­te ent­ste­hen neue Wohn­ge­bäu­de.

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