Die höchs­te Kir­mes am Rhein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK - VON LAU­RA IHME UND AR­NE LIEB

DÜS­SEL­DORF Bei der Rh­ein­kir­mes geht es noch hö­her hin­aus: Auf den Düs­sel­dor­fer Rhein­wie­sen sind ab mor­gen wie­der spek­ta­ku­lä­re Neu­hei­ten zu be­stau­nen, dar­un­ter „Con­dor“, das höchs­te Ket­ten­ka­rus­sell auf Rei­sen. Die Se­bas­tia­nu­sSchüt­zen, der Kir­mes­ver­an­stal­ter, fei­ern ihr 700-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Des­halb gibt es ei­nen be­son­de­ren Hö­he­punkt zu Be­ginn: Die Schau­stel­ler spen­die­ren ein zu­sätz­li­ches Feu­er­werk. Das sind die Re­kor­de auf der 115. Rh­ein­kir­mes: Die höchs­te At­trak­ti­on Der Han­go­ver-To­wer, der im ver­gan­ge­nen Jahr in Düs­sel­dorf sei­ne Welt­pre­mie­re ge­fei­ert hat­te, bleibt das höchs­te Fahr­ge­schäft. 85 Me­ter ist der Frei­fall­turm in­klu­si­ve Fah­nen­mast hoch – und schickt sei­ne Be­su­cher im frei­en Fall nach un­ten. Mit rund 80 Me­tern nur un­we­sent­lich klei­ner ist das Re­kord-Ket­ten­ka­rus­sell. Auch die erst­mals ver­tre­te­nen Fahr­ge­schäf­te „In­fi­ni­ty“und „Apol­lo 13“sind die höchs­ten ih­rer Art – und sor­gen mit da­für, dass der Fest­platz noch ein­drucks­vol­ler aus­sieht. Die größ­te At­trak­ti­on Die bei­den al­ten Stahl­ko­los­se ha­ben sich auf­ge­hüb­scht: Die Wild­was­ser­bahn hat ei­nen neu­en An­strich er­hal­ten, die Al­pi­na-Ach­ter­bahn ver­fügt jetzt über ei­ne 20 Me­ter ho­he Was­ser­fon­tä­ne. Seit Wo­chen lief der Auf­bau der Hun­der­te Ton­nen schwe­ren Kir­mes­klas­si­ker. In Sa­chen Grö­ße und Ge­wicht las­sen sie all die neu­en Rie­sen­tür­me ganz klein aus­se­hen. Die äl­tes­te At­trak­ti­on Die To­bog­gan-Rut­sche ist mehr als 100 Jah­re alt und da­mit der Se­ni­or auf dem Platz. Das macht sie nicht lang­wei­lig – im Ge­gen­teil: Der Auf­stieg über ein Fließ­band ge­stal­tet sich als Her­aus­for­de­rung. Die meis­ten Be­su­cher brau­chen meh­re­re An­läu­fe. Das er­freut die Zu­schau­er, vor al­lem an den Aben­den, wenn sich et­wa die Teil­neh­mer di­ver­ser Jung­ge­sel­len­ab­schie­de auf die Rut­sche wa­gen – und kläg­lich schei­tern. . Die schnells­te At­trak­ti­on 120 Ki­lo­me­ter pro St­un­de er­reicht das Pro­pel­ler-Ka­rus­sell „Apol­lo 13“. Es ist im Stil ei­ner Welt­raum-Mis­si­on ge­stal­tet. In zwei ein­an­der ge­gen­über­lie­gen­den Gon­deln wer­den die Fahr­gäs­te in 55 Me­ter Hö­he ge­schleu­dert – und über­schla­gen sich mehr­fach. Kurz ge­sagt: Für die­ses Teil braucht man star­ke Ner­ven. Die größ­te Par­ty Ge­fei­ert wird wie im­mer in den Zel­ten der Alt­bierBraue­rei­en. Da­bei sind Fran­ken- heim, Schlös­ser, Schlüs­sel Schu­ma­cher und Ue­ri­ge. Das Füchs­chen legt we­gen ei­nes Um­baus der Brau­an­la­ge dies­mal ei­ne Pau­se ein. Es gibt in den Zel­ten viel Li­ve-Mu­sik, un­ter an­de­rem mit Guil­do Horn (mor­gen, Schlös­ser-Zelt). Der Bier­preis ist bei ei­ni­gen Braue­rei­en leicht ge­stie­gen, das Alt wird ser­viert in Glä­sern mit ei­nem In­halt von 0,2 oder 0,25 Li­tern und kos­tet – um­ge­rech­net auf ei­nen Li­ter – zwi­schen 8,80 Eu­ro bei Schlüs­sel und 10,50 Eu­ro bei Schlös­ser. Da­für ist der Ein­tritt in die Zel­te frei. Die Maß Bier auf dem Ok­to­ber­fest in München wird in die­sem Jahr zwi­schen 10,40 und 10,70 Eu­ro kos­ten. Die gru­se­ligs­te At­trak­ti­on Das wird sich noch zei­gen. Noch nie war der Gru­sel-Markt so um­kämpft wie in die­sem Jahr. Ne­ben den drei gro­ßen Geis­ter­bah­nen fei­ert ein Spuk­haus sei­ne Pre­mie­re, das die Be­su­cher zu Fuß durch acht dunk­le Räu­me vol­ler Zom­bies schickt – das ist har­te Kost. Au­ßer­dem neu ist der „En­coun­ter“, ei­ne ganz un­ge­wöhn­li­che At­trak­ti­on. Die Be­su­cher die­ser Show wer­den mit ei­nem Halt­bü­gel an ih­re Plät­ze ge­fes­selt und ver­fol­gen von dort ein miss­glück­tes Ex­pe­ri­ment, an des­sen En­de ein ge­fähr­li­ches We­sen durch den Raum spukt.

Die neu­en At­trak­tio­nen der Rh­ein­kir­mes bre­chen wie­der Re­kor­de. Mor­gen star­tet das Volks­fest – mit ei­nem Son­der-Feu­er­werk.

Die un­ge­wöhn­lichs­te At­trak­ti­on Die Rh­ein­kir­mes wagt in die­sem Jahr ein Ex­pe­ri­ment – und bringt ei­ne Sport­art, die man dort so gar nicht er­war­tet hat: Ten­nis. Je­den Abend gibt es ein Pro­gramm mit Show­kämp­fen von Pro­mi­nen­ten, un­ter an­de­rem die Ex-Fuß­ball­na­tio­nal­spie­ler Chris­toph Met­zel­der und Ar­ne Fried­rich so­wie For­mel-Ein­sFah­rer Ni­co Hül­ken­berg. Tags­über und am spä­ten Abend kann je­der den Platz bu­chen. Die Aktion in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Düs­sel­dor­fer Ten­nis-Bun­des­li­gis­ten Ro­chus­club und ei­ner Agen­tur soll den Ten­nis­sport wie­der po­pu­lä­rer ma­chen – und dürf­te bei vie­len Kir­mes­be­su­chern für Er­stau­nen sor­gen. Die schöns­te At­trak­ti­on Gleich zwei Mal lässt sich in die­sem Jahr ein Feu­er­werk vor der ma­le­ri­schen Ku­lis­se von Kir­mes, Rhein und Alt­stadt er­le­ben. Das dürf­te bei gu­tem Wetter wie­der Hun­dert­tau­sen­de an­lo­cken. Der Düs­sel­dor­fer Schau­stel­ler-Ver­band lässt es am Er­öff­nungs­abend kra­chen. Die Schüt­zen rich­ten ihr Feu­er­werk tra­di­tio­nell am zwei­ten Kir­mes-Frei­tag (22. Ju­li) aus und kün­di­gen ein be­son­de­res Spek­ta­kel an. Erst­mals las­sen sie so­gar Ra­ke­ten von ei­nem Schiff auf dem Rhein aus ab­schie­ßen. Das soll es er­mög­li­chen, noch grö­ße­re Ka­li­ber in den Nacht­him­mel zu schi­cken.

FOTO: ANDRE­AS BRETZ

Schau­stel­ler Theo Leh­mann ist erst­mals mit dem Hor­ror-La­za­rett auf der Rh­ein­kir­mes zu Gast.

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