Cel­tic bla­miert sich ge­gen Halb­pro­fis aus Gi­bral­tar

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

GI­BRAL­TAR/MÜNCHEN (RP) Die Fuß­ball-Welt lacht über Cel­tic Glas­gow: Der schot­ti­sche Meis­ter hat sich in der zwei­ten Run­de der Qua­li­fi­ka­ti­on zur Cham­pi­ons Le­ague bla­miert. Die „Ho­ops“un­ter­la­gen im Hin­spiel 0:1 bei den Lin­coln Red Imps, dem Ti­tel­trä­ger Gi­bral­tars.

„Imps 1 Wimps 0“, schrieb die „Scot­tish Sun“über die „Wa­sch­lap­pen“oder „Knall­tü­ten“( Wimps) von Te­am­ma­na­ger Bren­dan Rod­gers, der gleich in sei­nem ers­ten Pflicht­spiel mit Cel­tic ei­nen Alb­traum er­leb­te. Der „Dai­ly Re­cord“schimpf­te nach der „pein­lichs­ten Nie­der­la­ge der Ge­schich­te“über Cel­tics „Schlapp­schwän­ze“.

Den Sieg­tref­fer für den kras­sen Au­ßen­sei­ter, der sie­ben Na­tio­nal­spie­ler aus Gi­bral­tar in der Start­elf hat­te, er­ziel­te Lee Ca­scia­ro (48.) – ein 34-jäh­ri­ger Po­li­zei­be­am­ter, der eng­li­schen Me­di­en zu­fol­ge we­gen Dro­gen­han­dels sechs Jah­re im Ge­fäng­nis saß. Im Rück­spiel am Mittwoch wer­de es „schwie­rig, weil wir nicht ge­wohnt sind, auf Gras zu spie­len. Aber wir wol­len Spaß ha­ben“, sag­te Ca­scia­ro.

Um da­bei sein zu kön­nen, hat Ca­scia­ro sei­ne Schicht ver­legt. Die Imps sind ei­ne Mann­schaft aus Halb-Pro­fis, die durch­schnitt­lich vor 28 Zu­schau­ern spielt. Ein Tor ge­gen ein Pro­fi­team hat­ten sie zu­vor nie er­zielt. Im Team spie­len ein Feu­er­wehr­mann, ein Zoll­be­am­ter und ein Ta­xi­fah­rer, der am Spiel­tag noch bis 13 Uhr ge­ar­bei­tet ha­ben soll.

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