Raub­kunst aus Xan­ten zieht Krei­se bis München

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KULTUR -

MÜNCHEN/XAN­TEN (dpa) An­ge­sichts neu­er Fra­gen zum Um­gang der Baye­ri­schen Staats­ge­mäl­de­samm­lun­gen mit NS-Raub­kunst for­dert der Land­tag frak­ti­ons­über­grei­fend Auf­klä­rung. Die Staats­re­gie­rung muss nun be­rich­ten, wie einst mit Kunst­wer­ken ver­fah­ren wur­de, die jü­di­schen Be­sit­zern in der Na­ziHerr­schaft ge­raubt und von ame­ri­ka­ni­schen Be­sat­zungs­be­hör­den be­schlag­nahmt wur­den. Um ei­nes der einst aus München ver­kauf­ten Bil­der ist ein Rück­ga­be­streit in Xan­ten am Nie­der­rhein ent­brannt. pri­va­ten chi­ne­si­schen Käu­fer ver­stei­gert. Der Schätz­preis für die zwi­schen 1740 und 1745 ent­stan­de­ne Kom­po­si­ti­on BWV 998 (Pre­lude, Fu­gue und Al­le­gro) hat­te bei 1,5 bis 2,5 Mil­lio­nen Pfund ge­le­gen. We­ni­ger als zehn kom­plet­te Nie­der­schrif­ten Bachs be­fin­den sich nach An­ga­ben des Auk­ti­ons­hau­ses der­zeit noch in Pri­vat­be­sitz, zwei in­stru­men­ta­le Wer­ke und sechs Bach­kan­ta­ten.

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