Miriam Piel­hau mit 41 Jah­ren an Krebs ge­stor­ben

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - GESELLSCHAFT -

KÖLN (dpa) Für Fern­seh­zu­schau­er war sie über vie­le Jah­re ein ver­trau­tes Ge­sicht: Miriam Piel­hau war im Lau­fe der Jah­re bei ver­schie­de­nen Sen­dern zu Hau­se. Nun ist die Mo­de­ra­to­rin im Al­ter von 41 Jah­ren ge­stor­ben. Sie er­lag den Fol­gen ei­ner Krebs­er­kran­kung, wie ihr Ma­nage­ment ges­tern in Köln mit­teil­te.

Be­kannt wur­de die ge­bür­ti­ge Hei­del­ber­ge­rin vor al­lem durch ih­re jah­re­lan­ge Mo­de­ra­ti­on der Con­tai­ner­show „Big Bro­ther“. Aber sie hat- te auch et­li­che an­de­re En­ga­ge­ments beim Ra­dio, un­ter an­de­rem bei Eins­li­ve, dem Ju­gend­sen­der des WDR, so­wie bei wei­te­ren Fern­seh­shows. Für RTL mo­de­rier­te sie et­wa die Rei­he „Groß­stadt­lie­be“mit Groß­städ­tern auf Part­ner­su­che, für ProSie­ben das Li­fe­style-Ma­ga­zin „taff“, für Sat.1 „...ins Grü­ne! Das Stadt-Land-Lust-Ma­ga­zin“.

Be­reits im Früh­jahr 2008 war bei ihr Brust­krebs dia­gnos­ti­ziert wor­den. Doch nach ei­ner Che­mo­the­ra- pie galt sie als ge­heilt. Über ih­re Krebs­er­kran­kung schrieb sie die Bü­cher „Fremd­kör­per“und „Dr. Hoff­nung“. Trotz ih­rer Er­kran­kung be­kam sie 2012 ei­ne Toch­ter.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de bei ihr dann Le­ber­krebs dia­gnos­ti­ziert. „Die Aus­sich­ten wa­ren düs­ter“, sag­te sie im März 2016 der „Bild“-Zei­tung. „Der Pro­fes­sor, der mich un­ter­such­te, sag­te: ,Ge­wöh­nen Sie sich an den Ge­dan­ken – Sie wer­den nicht mehr ge­sund’.“

Den­noch war Piel­hau vol­ler Hoff­nung. Vor knapp drei Wo­chen sag­te sie dem Sen­der Hit Ra­dio FFH: „Ich bin ge­sund, das kann man sa­gen (...) Das Wort Wun­der fiel bei mei­nen Ärz­ten, weil es ei­ne ab­so­lut un­wahr­schein­li­che Ent­wick­lung war. Laut Sta­tis­tik wür­de es mich heu­te nicht mehr ge­ben.“Am Schluss hat sie den Kampf ge­gen den Krebs doch ver­lo­ren.

„Miriam hat um ihr Le­ben ge­kämpft, und auch dar­in war sie stark und für vie­le ein Vor­bild. Wir wer­den Miriam nicht ver­ges­sen“, sag­te Jo­chen Rausch, Pro­gramm­chef von Eins­li­ve beim WDR. „Es stimmt un­glaub­lich trau­rig, wenn ein lie­ber und jun­ger Mensch wie Miriam Piel­hau so früh aus dem Le­ben ge­hen muss.“ProSie­ben-Spre­cher Chris­toph Kör­fer sag­te: „Wir sind ge­schockt und tod­trau­rig.“Und: „Uns feh­len die Wor­te, auf­rich­ti­ges Bei­leid an ih­re Freun­de und Fa­mi­lie.“

FOTO: DPA

Die Mo­de­ra­to­rin war bis zu­letzt vol­ler Hoff­nung.

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