Sche­re

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Sche­ren funk­tio­nie­ren ge­ni­al ein­fach: Zwei ge­gen­ein­an­der be­weg­li­che Klin­gen ge­hen zu­sam­men, und – schnipp – ist das, was ein­mal zu­sam­men­ge­hör­te, ge­trennt. Das klappt pri­ma bei Pa­pier­sche­ren, Fri­seur­sche­ren, Gar­ten­sche­ren, Blech­sche­ren, Docht­sche­ren oder Na­gel­sche­ren. Im­mer das­sel­be Prin­zip. Ein­zi­ge Aus­nah­me: die Sche­re zwi­schen Arm und Reich. Sie geht nicht zu­sam­men, son­dern aus­ein­an­der (wie ei­ne Un­ter­su­chung der Ma­na­ger­ge­häl­ter ge­ra­de be­stä­tigt), und je wei­ter sie das tut, des­to grö­ßer wird die Kluft zwi­schen den Men­schen, die doch durch Gleich­heit und Brü­der­lich­keit ver­bun­den sein soll­ten. Aber das wird wohl Uto­pie blei­ben, weil es näm­lich zum We­sen der Sche­re zwi­schen Arm und Reich ge­hört, dass sich ein Teil ein­fach we­ni­ger um den an­de­ren schert. bew

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