Kran­ken­kas­sen-Zu­satz­bei­trag steigt 2017 auf 1,4 Pro­zent

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

NAU­EN (rtr) Ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ten dro­hen in den kom­men­den Jah­ren spür­bar hö­he­re Bei­trä­ge. „Wir ha­ben die Rea­li­tät, dass es auch in den nächs­ten Jah­ren stei­gen­de Zu­satz­bei­trä­ge ge­ben wird“, sag­te die Vor­sit­zen­de des Kas­senSpit­zen­ver­bands GKV, Do­ris Pfeif­fer. Für 2017 sag­te Pfeif­fer ei­nen An­stieg des durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trags um bis zu 0,3 Pro­zent­punk­te auf dann rund 1,4 Pro­zent vom Ein­kom­men vor­aus. 2019 wer­de der Zu­satz­bei­trag dann wohl im Schnitt bei 1,8 Pro­zent lie­gen.

Die Kas­sen for­dern ein Ein­grei­fen der Bun­des­re­gie­rung, da­mit Fi­nanz­rück­la­gen durch die Nied­rig­zins­po­li­tik der EZB nicht an Wert ver­lie­ren. Pfeif­fer, sprach sich für ein „Null­zins­kon­to“bei der Bun­des­bank aus. Ge­sprä­che da­zu ha­be es ge­ge­ben. Die Be­reit­schaft der Re­gie­rung zu ei­ner ent­spre­chen­den Än­de­rung des Bun­des­bank­ge­set­zes sei aber ge­ring. Kon­kret geht es in der Kran­ken­ver­si­che­rung um die Rück­la­gen im Ge­sund­heits­fonds, die En­de 2015 bei rund zehn Mil­li­ar­den Eu­ro lie­gen. En­de des lau­fen­den Jah­res wer­den es dem Ver­band zu­fol­ge et­wa 9,3 Mil­li­ar­den Eu­ro sein. Auch die Kas­sen zu­sam­men ver­fü­gen über ho­he Rück­la­gen, die laut Pfeif­fer eben­falls in ei­nem sol­chen Kon­to de­po­niert wer­den könn­ten.

Al­lein 2015 wur­den im Ge­sund­heits­fonds, in den Bei­trags­ein­nah­men und Zu­schüs­se des Bun­des flie­ßen, 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro an Straf­zin­sen fäl­lig. Bei den Gel­dern han­de­le es sich um Bei­trä­ge, die die Mit­glie­der Mo­nat für Mo­nat ab­führ­ten. Für die Ak­zep­tanz der So­zi­al­ver­si­che­rung sei es nicht gut, wenn das Geld auf­grund der Ne­ga­tiv­zin­sen im­mer we­ni­ger wer­de, sag­te Pfeif­fer.

Die Gel­der im Ge­sund­heits­fonds wer­den nur nach fes­ten mo­nat­li­chen Pau­scha­len an die Kas­sen aus­ge­zahlt, mehr geht oh­ne Wei­te­res nicht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.