Über­nach­tungs­par­ty der DEG-Fans

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THOMAS SCHUL­ZE

Nach ei­ner ro­man­ti­schen Nacht mit Luft­ma­trat­ze und Schlaf­sack brin­gen die Spie­ler die Bröt­chen.

Die Fans von der Düs­sel­dor­fer Brehm­stra­ße ha­ben be­reits in den 60er und 70er Jah­ren den Ruf er­wor­ben, be­son­ders krea­tiv und wit­zig zu sein. Das be­wie­sen sie mit laut­star­ken Sprech­chö­ren und zahl­rei­chen Lie­dern. Da­mit ha­ben sie da­zu bei­ge­tra­gen, dass die Düs­sel­dor­fer Eis­lauf-Ge­mein­schaft zu ei­ner ech­ten Mar­ke ge­wor­den ist. Mehr noch, es hat auf den Ver­ein ab­ge­färbt.

Jetzt war­tet die DEG wie­der mit ei­ner­wahr­lich nicht all­täg­li­chen Ak­ti­on auf. Am 23. Ju­li lädt der Eis- ho­ckey-Klub 300 Fans zu ei­ner be­son­de­ren Über­nach­tungs­par­ty ein. Beim „DEG-Slee­po­ver“wird auf der noch nicht ge­mach­ten Eis­flä­che im ISS Do­me über­nach­tet. Al­so ge­nau da, wo die Pro­fis sonst ih­re Spie­le aus­tra­gen.

Die Nacht soll La­ger­feu­er­ro­man­tik be­sit­zen. Die Fans brin­gen ei­ge­ne Luft­ma­trat­zen und Schlaf­sä­cke so­wie ei­ge­ne Spei­sen und Ge­trän­ke mit. Da­zu gibt es künst­li­ches La­ger­feu­er, akus­ti­sche Li­ve-Mu­sik, In­ter­views im Ses­sel und vie­les mehr. Am Mor­gen kommt dann der ak­tu­el­le Pro­fi­ka­der und bringt die Früh- stücks­bröt­chen vor­bei. Nicht er­laubt sind al­ler­dings Zel­te, Grills, Glas und Schnaps.

Die Idee für die­se si­cher­lich ein­ma­li­ge Nacht stammt von Frie­der Feld­mann. Der Pres­se­spre­cher ge­hört zu den krea­ti­ven Köp­fen des Ver­eins. Er war in der Ver­gan­gen­heit schon mehr­mals an auf­se­hen­er­re­gen­den Ak­tio­nen maß­geb­lich be­tei­ligt. Un­ver­ges­sen ist zum Bei­spiel der Kar­ten-Klau in Köln, als die DEG-Fans heim­lich 500 Kar­ten in der Dom­stadt kauf­ten und mit­ten im Köl­ner Block stan­den – aus Pro­test da­ge­gen, dass sie an­sons­ten im- mer un­ter dem Dach der Lan­xes­sA­re­na ein­ge­pfercht wer­den.

Hu­mor be­wie­sen Feld­mann und die Fans auch im Ja­nu­ar 2013 in der St­un­de höchs­ter Not, als der Klub vor dem Aus stand. Da­mals mel­de­ten sie die DEG als Welt­kul­tur­er­be an. „Wir er­fül­len al­le Kri­te­ri­en, um den Ti­tel zu er­hal­ten“, be­haup­te­ten sie au­gen­zwin­kernd. Der An­trag wur­de na­tür­lich nicht zu­ge­las­sen. Wit­zig war es al­le­mal. Die Kar­ten kos­ten je­weils 15 Eu­ro und sind aus­schließ­lich im DEG-Fan­shop an der Brehm­stra­ße er­hält­lich.

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