Düs­sel­dorfs di­gi­ta­ler An­stand

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

An den Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit kann man ver­zwei­feln.Oder­man­be­geg­net ih­nen mit An­stand und Höf­lich­keit wie der Kö-Pas­sant, der die­se Wo­che mit sei­nem Mo­bil­te­le­fon kom­mu­ni­ziert hat. An­statt die Sprach­er­ken­nung im preu­ßi­schen Be­fehls­ton zu kom­man­die­ren, ver­wen­de­te er Höf­lich­keits­flos­keln. „Hal­lo Si­ri. Stel­le bit­te ei­nen Ter­min ein für Mitt­woch, 20. Ju­li, 14 Uhr.“

Die­ser ent­spann­te Um­gang soll­te maß­ge­bend sein. Be­geg­nen Sie dem Pfan­d­au­to­ma­ten im Su­per­markt mit Em­pa­thie, wenn er das nächs­te Mal nach dem fünf­ten An­lauf ei­ne Ein­weg­fla­sche nicht er­kannt hat. Wahr­schein­lich wür­de man selbst nach jah­re­lan­gem Ar­bei­ten oh­ne Ur­laub und oh­ne Lohn ir­gend­wann die ru­di­men­tärs­ten Din­ge nicht mehr mit dem nö­ti­gen Ernst ver­fol­gen. Auch dem Ti­cket­au­to­ma­ten der Rhein­bahn ge­bührt Re­spekt, schließ­lich muss er sich Abend für Abend mit be­trun­ke­nen Alt­stadt­be­su­chern her­um­schla­gen. Er wird es Ih­nen dan­ken. jaw

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