Zehn Din­ge, die man auf der Rh­ein­kir­mes 2016 e

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER RHEINKIRMES - VON LAU­RA IHME UND AR­NE LIEB

Heu­te star­tet die 115. Auf­la­ge des Volks­fes­tes. Ab dem frü­hen Nach­mit­tag neh­men Ach­ter­bahn und Co. ih­ren Be­trieb auf, be­vor die Kir­mes a

Sich auf spek­ta­ku­lä­re Art den Ma­gen um­dre­hen las­sen Es geht doch noch hö­her, schnel­ler und wei­ter. Das be­wei­sen Neu­hei­ten wie das Pro­pel­ler-Ka­rus­sell „Apol­lo 13“(55 Me­ter) oder die Über­schlags­schau­kel „In­fi­ni­ty“(65 Me­ter), bei­de die höchs­ten Ge­schäf­te ih­rer Art. Die Ge­rä­te ver­spre­chen beim Blick von un­ten ei­ne bru­ta­le Fahrt – und füh­len sich von oben kein Stück bes­ser an. Ei­ne Fahrt mit dem Ket­ten­ka­rus­sell bei Nacht Das neue Ket­ten­ka­rus­sell „Con­dor“bie­tet mit 80 Me­tern Hö­he nicht nur ei­nen Ad­re­na­lin­kick, son­dern auch ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Blick über Düs­sel­dorf und die Um­ge­bung. Bei Nacht wird es noch schö­ner: Dann kann man in al­ler Stil­le (es ist näm­lich ziem­lich ru­hig da oben) die blin­ken­den Lich­ter von Kir­mes und Stadt be­trach­ten. Mit der Kir­mes­fäh­re über­set­zen So schön lässt sich kein an­de­rer Fest­platz er­rei­chen: An al­len Kir­mes-Ta­gen pen­delt wie­der das Schiff zwi­schen dem An­le­ger an der Alt­stadt­Pro­me­na­de und der Kir­mes. Die Fahrt kos­tet 2,50 Eu­ro für Er­wach­se­ne und ei­nen Eu­ro für Kin­der bis neun Jah­re. Wäh­rend der Feu­er­wer­ke pau­siert die Fäh­re. Den Fest­zug der Schüt­zen er­le­ben Die Kir­mes ist das Fest der Se­bas­tia­nus-Schüt­zen – und die ha­ben in die­sem Jahr an­läss­lich ih­res 700-jäh­ri­gen Be­ste­hens Grund zu fei­ern. Hö­he­punk­te für Zu­schau­er sind der Zap­fen­streich vor dem Rat­haus (Sams­tag, 17.30 Uhr) und na­tür­lich der his­to­ri­sche Fest­zug durch die Stadt, der sei­nen Hö­he­punkt in der Pa­ra­de auf der Rei­tal­lee fin­det (Sonn­tag, 15 Uhr). Durch die Bier­zel­te zie­hen Die Par­ty steigt wie­der in den vier Zel­ten der Alt­bier-Braue­rei­en (Fran­ken­heim, Schlös­ser, Schlüs­sel, Schu­ma­cher) so­wie im über­dach­ten Bier­gar­ten vom Ue­ri­ge. Die Qua­li­tät der Mu­sik auf der Kir­mes steigt üb­ri­gens. Ein Be­weis: Mi­chi Beck (Fan­tas­ti­sche Vier) kommt am Sams­tag, 23. Ju­li, als DJ zu Fran­ken­heim. Sich ei­ne Mei­nung zum Ten­nis­platz bil­den Der Cen­ter Court darf für sich in An­spruch neh­men, die un­ge­wöhn­lichs­te At­trak­ti­on der Kir­mes zu sein. Der Ro­chus-Club und die Agen­tur Jung von Matt/ Sports wol­len da­mit dem Sport zu mehr Po­pu­la­ri­tät ver­hel­fen. Be­su­cher kön­nen tags­über das Feld bu­chen, abends spie­len Pro­mi­nen­te. Aber macht die Kom­bi­na­ti­on aus Ten­nis und Kir­mes wirk­lich Sinn? Das dürf­te zu den hei­ßes­ten De­bat­ten­the­men des Jah­res ge­hö­ren. Ei­ne Fahrt mit der Wil­den Maus Sie sieht auf den ers­ten Blick nach Kin­der-Ach­ter­bahn aus. Doch die­ser Ein­druck täuscht ge­wal­tig – die Wil­de Maus ist ge­fähr­lich. In den Kur­ven wir­ken so star­ke Kräf­te, dass man das Ge­fühl hat, aus dem Wa­gen zu pur­zeln. Die Wil­de Maus hat schon ge­stan­de­ne Män­ner in die Knie ge­zwun­gen (wäh­rend ih­re Kin­der ganz ent­spannt ge­blie­ben sind). Li­ve-Wurst und Li­ve-Scho­ko­la­de pro­bie­ren Ka­lo­ri­en­bom­ben sind auf der Kir­mes oh­ne­hin Pflicht. In die­sem Jahr wer­den sie erst­mals li­ve vor den Au­gen der Be­su­cher her­ge­stellt. Klingt et­was ge­wöh­nungs­be­dürf­tig, ist in Wahr­heit aber ziem­lich le­cker (wir ha­ben es ge­tes­tet): Am Stand von „Cha­let de Cho­co­lat“wird Scho­ko­la­de vor den Au­gen der Be­su­cher ge­gos­sen, und an der „Brat­woosch“Bu­de kann man die Her­stel­lung von Würs­ten mit­ver­fol­gen. Fei­ern beim Pink Mon­day An kei­nem an­de­ren Tag ist die Rh­ein­kir­mes so bunt und fröh­lich wie beim Pink Mon­day, dem Tag der Schwu­len und Les­ben – ganz un­ab­hän­gig vom Wet­ter. Vie­le Be­su­cher kom­men am kom­men­den Mon­tag ab dem spä­ten Nach­mit­tag ver­klei­det auf die Kir­mes, teils aus dem Aus­land. Rund um die Schwarz­wald-Chris­tel wird bis in die Nacht ge­fei­ert. Un­term Eif­fel­turm sit­zen Das Fran­zö­si­sche Dort ist zu­rück­ge­kehrt und ver­spricht Spei­sen und Ge­trän­ke aus dem Nach­bar­land. Die Bu­den um den 15 Me­ter ho­hen Eif­fel­turm ste­hen in der Nä­he des Rie­sen­rads. Das Ti­ro­ler Dorf ist um­ge­zo­gen: Es nimmt den Platz des Füchs­chenZel­tes ein, das in die­sem Jahr fehlt.

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