SPD-Frak­ti­on er­klärt TTIP für „fak­tisch tot“

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (rtr) Die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on sieht of­fen­bar kei­ner­lei Chan­cen mehr für das Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP zwi­schen den USA und der EU. „TTIP ist fak­tisch tot“, sag­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dirk Wie­se, der Be­richt­er­stat­ter sei­ner Frak­ti­on für das The­ma ist, der „West­fa­len­post“. „Al­le gro­ßen Ver­hand­lungs­punk­te sind wei­ter strit­tig.“Die Vor­stel­lun­gen bei­der Sei­ten lä­gen weit aus­ein­an­der. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD) mach­te sei­ne Un­ter­stüt­zung für das ge­plan­te TTIP-Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit den USA von Zu­ge­ständ­nis­sen der Ame­ri­ka­ner ab­hän­gig. Für den Mi­nis­ter sei wich­tig, „dass sich die ame­ri­ka­ni­sche Sei­te in die­sen Ver­hand­lun­gen be­wegt“, sag­te sein Spre­cher. Vor al­lem dürf­ten europäische Schutz­re­geln nicht ge­senkt wer­den. Hie­si­ge Fir­men müss­ten ei­nen bes­se­ren Zu­gang zu öf­fent­li­chen Auf­trä­gen in den USA er­hal­ten, und es be­dür­fe neu­ar­ti­ger In­ves­ti­ti­ons­schutz­re­geln. Da­mit ver­mied Ga­b­ri­el das von der Wirt­schaft ge­for­der­te kla­re Be­kennt­nis zu TTIP, setz­te sich zu­gleich aber von sei­nen Par­tei­kol­le­gen ab.

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