Sei­ne Leib­spei­se sind Frö­sche

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Als Raub­tier lebt es sich in Eu­ro­pa am si­chers­ten, wenn man dem Men­schen aus dem Weg geht. Ge­nau dies macht der Il­tis. Die­ser et­wa 30 Zen­ti­me­ter lan­ge Mar­der lebt vor­zugs­wei­se au­ßer­halb der Städ­te an Wald­rän­dern und in of­fe­nen Land­schaf­ten. Zu­dem hält sich der klei­ne Räu­ber tags­über in Erd­höh­len ver­steckt und be­gibt sich erst im Schutz der Nacht auf die Jagd. Da­bei ver­schlägt es den Il­tis meist in die Nä­he von Ge­wäs­sern, denn Frö­sche und Krö­ten sind sei­ne Leib­spei­se. Auch Na­ge­tie­re und Vö­gel jagt der Mar­der. Die meis­te Zeit des Jah­res le­ben Il­tis­se als Ein­zel­gän­ger. Nur zur Paa­rung tref­fen sich Weib­chen und Männ­chen. Um die durch­schnitt­lich fünf Jung­tie­re küm­mert sich al­lein die Mut­ter. Be­reits im Al­ter von drei Mo­na­ten sind die­se selbst­stän­dig und su­chen sich ein ei­ge­nes Re­vier. Schon in der An­ti­ke ha­ben die Men­schen Il­tis­se ge­zähmt und für die Jagd auf Ka­nin­chen und Na­ge­tie­re ein­ge­setzt. Über die Jahr­hun­der­te ent­stand so ei­ne zah­me Haus­tier­form, die man heu­te als Frett­chen kennt.

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