Ver­mie­ter muss Nut­zung für den Be­ruf zu­stim­men

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - BERUF KARRIERE & -

Für ei­ne Miet­woh­nung gel­ten be­stimm­te Re­geln.

( tmn) Mie­ter dür­fen ih­re Woh­nung nicht oh­ne Er­laub­nis ge­werb­lich nut­zen. Dar­auf macht der Deut­sche Mie­ter­bund (DMB) auf­merk­sam. Aus­nah­me: Im Miet­ver­trag ist ei­ne ge­werb­li­che Nut­zung vor­ge­se­hen – es han­delt sich al­so um ein Mischmiet­ver­hält­nis. Oder der Ver­mie­ter stimmt der be­ruf­li­chen Nut­zung zu.

Un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen muss der Ver­mie­ter die Nut­zung ge­neh­mi­gen, ent­schied der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) (Az.: VIII ZR 165/08). Et­wa wenn der Mie­ter ei­ner frei­be­ruf­li­chen oder ge­werb­li­chen Tä­tig­keit zu Hau­se nach­geht, ob­wohl die Nach­barn nicht un­zu­mut­bar be­läs­tigt wer­den. Der Mie­ter darf dann aber we­der den Woh­nungs­cha­rak­ter ver­än­dern noch Mit­ar­bei­ter in der Woh­nung be­schäf­ti­gen und kei­ne bau­li­chen Än­de­run­gen vor­neh­men. An­sons­ten ist die Ge­neh­mi­gung des Ver­mie­ters im­mer not­wen­dig. Auch wenn der Mie­ter die Woh­nung nur beim Ge­wer­be­amt als Be­triebs­stät­te an­ge­ben und als Ge­schäfts­adres­se nut­zen will, ent­schied der BGH (Az.: VIII ZR 149/13).

Un­ter­sa­gen kann der Ver­mie­ter die be­ruf­li­che Nut­zung, wenn sich Nach­barn da­von ge­stört füh­len, ent­schied der BGH (Az.: VIII ZR 213/12). Wenn der Mie­ter et­wa an drei Werk­ta­gen in der Wo­che rund zwölf Schü­lern Gi­tar­ren­un­ter­richt gibt. Der Ver­mie­ter kann bei stö­ren­dem Kun­den­ver­kehr wi­der­spre­chen – et­wa wenn der Mie­ter ein Mak­ler- oder In­ge­nieur­bü­ro un­ter­hält oder ein Kos­me­tik­stu­dio be­treibt. Der Ver­mie­ter kann auch ei­ne teil­ge­werb­li­che Nut­zung ver­bie­ten, wenn die Mie­te­rin als Ta­ges­mut­ter meh­re­re Kin­der ent­gelt­lich be­treut.

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