Fortu­na II schlägt sich wa­cker ge­gen Dni­pro­pe­trovsk

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

(lonn) Geht es nach den Ki­lo­me­tern, dann hat sich Fortu­nas Zweit­ver­tre­tung auf je­den Fall ein Fleiß­kärt­chen ver­dient. Ins­ge­samt rund 620 Ki­lo­me­ter Fahrt­stre­cke leg­te der Fuß­ball-Re­gio­nal­li­gist in den ver­gan­ge­nen Ta­gen für die Test­spie­le ge­gen den TuS Erndte­brück (im Trai­nings­la­ger in Wil­lin­gen) so­wie ge­gen den ukrai­ni­schen Erst­li­gis­ten Dni­pro Dni­pro­pe­trovsk (im nie­der­län­di­schen Do­or­werth) zu­rück.

Ur­sprüng­lich wa­ren ei­gent­lich we­ni­ger Ki­lo­me­ter ein­ge­plant, doch auf­grund der kurz­fris­ti­gen Ab­sa­ge des Tests ge­gen Al-Sha­bab Ri­ad muss­ten die Flin­ger­ner um­dis­po­nie­ren. An­statt nach Mier­lo ging es für die „Zwo­te“am Sams­tag in die Nä­he von Ni­j­me­gen, wo Dni­pro sein Trai­nings­la­ger ab­hielt.

Kein schlech­ter Er­satz, im­mer­hin stan­den die Ukrai­ner vor ei­nem Jahr in War­schau noch im Eu­ro­pa-Le­ague-Fi­na­le ge­gen den FC Se­vil­la (2:3) und schlos­sen die ver­gan­ge­ne Sai­son in der Pre­mier Li­ga auf dem drit­ten Rang ab. Das Team von Trai­ner Tas­kin Aks­oy zog sich je­doch mehr als acht­bar aus der Af­fä­re und ver­lor die Par­tie le­dig­lich mit 1:2 (0:1). „In An­be­tracht der spie­le­ri­schen Klas­se von Dni­pro kann man mit dem Er­geb­nis schon zu­frie­den sein“, mein­te Aks­oy nach dem Schluss­pfiff, „aber man hat auch ge­se­hen, dass wir noch sehr viel Ar­beit vor uns ha­ben.“

Der Fuß­ball­leh­rer dach­te in die­sem Mo­ment be­stimmt an den ers­ten Durch­gang zu­rück, als sei­ne Elf ei­ne klei­ne Lehr­stun­de in Sa­chen Raum­auf­tei­lung, Po­si­ti­ons­spiel und Hand­lungs­schnel­lig­keit be­kam. Auch phy­sisch wa­ren die Ost­eu­ro- pä­er deut­lich prä­sen­ter. Al­ler­dings pro­fi­tier­ten sie auch da­von, dass sich die Flin­ger­ner in den ent­schei­den­den Mo­men­ten ent­we­der zu un­kon­zen­triert (wie bei den bei­den Ge­gen­tref­fern) oder zu be­hä­big (bei Ball­ver­lust) prä­sen­tier­ten.

Ob es viel­leicht an der lan­gen Lei­ne des Trai­ners lag? „In der ers­ten Halb­zeit ha­be ich be­wusst nicht groß ein­ge­grif­fen“, er­klär­te der 49Jäh­ri­ge. „Ich dach­te, dass die Jungs es schon er­ken­nen wür­den, dass man den Geg­ner an­ders an­lau­fen oder stel­len muss, wenn er im 4-3-3- Sys­tem spielt. Aber das ha­ben sie noch nicht hin­be­kom­men.“Da­für aber nach dem Sei­ten­wech­sel, als die Rot-Wei­ßen er­kenn­bar mu­ti­ger wur­den und kon­se­quen­ter ge­gen den Ball agier­ten. Der Lohn war der zwi­schen­zeit­li­che Aus­gleich durch Rid­van Bal­ci (48.) so­wie ein se­hens­wer­ter Schlen­zer des ein­ge­wech­sel­ten Tim Gal­le­ski (75.).

Für mehr reich­te es letzt­lich nicht, auch weil der Schieds­rich­ter in der Schluss­mi­nu­te ein Foul an Se­bas­ti­an van San­ten im Dni­pro-Straf­raum groß­zü­gig über­sah.

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