Deutsch­lands Ho­ckey-Ge­ne­ral­pro­be ge­glückt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON JOA­CHIM PICKERT

Die Na­tio­nal­mann­schaft ge­winnt das Er­go Mas­ters durch ei­nen 3:2-Sieg im Klas­si­ker ge­gen die Nie­der­lan­de.

Die Deut­sche Ho­ckeyna­tio­nal­mann­schaft der Her­ren ist für die Olym­pi­schen Spie­le in Rio de Janei­ro gut ge­rüs­tet. Bei der Ge­ne­ral­pro­be, dem Er­go Mas­ters auf der An­la­ge des DSD an der Al­ten­berg­stra­ße, be­leg­ten die Deut­schen im Tur­nier mit den Nie­der­lan­den, Bel­gi­en und Groß­bri­ta­ni­en den ers­ten Platz.

Den Grund­stein für den Tur­nier­sieg hat­ten sie mit ei­nem 1:1 ge­gen Groß­bri­ta­ni­en ge­legt. Es folg­te der 3:2 (1:1)-Er­folg ge­gen ei­ne er­war­tet star­ke bel­gi­sche Mann­schaft, die bis zum En­de des Spiels dem deut­schen Team von Trai­ner Va­len­tin Al­ten­burg Pa­ro­li bie­ten konn­te, und über ein Re­mis hät­ten sich die Deut­schen nicht be­kla­gen kön­nen.

Die Füh­rung der Bel­gi­er konn­te Ka­pi­tän Mo­ritz Fürs­te sechs Mi­nu­ten vor dem Wech­sel mit ei­ner Straf­ecke aus­glei­chen. Drei Mi­nu­ten nach dem Sei­ten­wech­sel ging Bel­gi­en er­neut in Füh­rung, aber auf Fürs­te war bei sei­nen Straf­ecken Ver­lass und in der 40. Mi­nu­te er­ziel­te er wie­der den Aus­gleich. Sie­ben Mi­nu­ten vor dem En­de schoss Ti­mur Oruz das ent­schei­den­de Tor. Da­nach be­rann­ten die Bel­gi­er zwar das deut­sche Tor, aber die De­fen­si­ve hielt. Der Bun­des­trai­ner war nur mit den Leis­tun­gen sei­ner Mann­schaft im letz­ten Vier­tel zu­frie­den: „Wir hat­ten in der ers­ten Halb­zeit Schwie­rig­kei­ten mit der Tak­tik, sind nicht so gut ins Spiel ge­kom­men. Die zwei­te Halb­zeit war bes­ser, auch ge­ord­ne­ter durch ei­ne sehr sta­bi­le In­nen­ver­tei­di­gung mit Fürs­te und Hä­ner. Er­wäh­nen möch­te ich heu­te auch Ni­k­las Wel­len, der ei­ne ganz star­ke zwei­te Hälf­te ge­spielt hat. Ich bin vor al­lem mit dem Fi­nish sehr zu­frie­den. Das letz­te Vier­tel war schon sehr nach mei­nem Ge­schmack. Ich den­ke, wir ha­ben am En­de auch ver­dient ge­won­nen.“

Im letz­ten Spiel des Tu­niers muss­te dann ein Sieg her, um Düs­sel­dorf als Sie­ger zu ver­las­sen. Das ge­lang, denn im Ho­ckey­klas­si­ker wur­de die Nie­der­lan­de mit 3:2 (3:0) ge­schla­gen. Die Deut­schen leg­ten traum- haf­te 15 Mi­nu­ten auf den Kun­st­ra­sen und führ­ten schnell mit 3:0 durch die To­re von Li­nus Butt (3.), Ti­mur Oruz (6.) und Flo­ri­an Fuchs (9.). Da­nach wa­ren die Nie­der­län­der er­wacht und im zwei­ten Vier­tel kam Deutsch­land kaum vor das geg­ne­ri­sche Tor. Im drit­tel Vier­tel setz­te sich der Druck der Gäs­te fort und die To­re in der 44. und 45. Mi­nu­te brach­ten sie her­an. Im letz­ten Vier­tel ver­tei­dig­te die Aus­wahl des DHB mit viel Ge­schick und Glück und hat­te zu­sätz­li­che gu­te Kon­ter­mög­lich­kei­ten. Al­ten­burg hat­te die Schwä­chen auch er­kannt: „Wir ha­ben un­ter­schied­li­che Spie­le ge­zeigt, aber die Mann­schaft ist auf ei­nem gu­ten Weg, und wenn wir die op­ti­ma­le Leis­tung brin­gen, brau­chen wir uns in Rio vor kei­nem Geg­ner zu fürch­ten.“

BENEFOTO

Der Deut­sche Chris­to­pher Wes­ley läuft hier gleich zwei Nie­der­län­dern mit dem Ball da­von.

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