Dop­pel­mo­ral

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

Zu „SPD will nach Br­ex­it Spar­kurs stop­pen“(RP vom 4. Ju­li): Die For­de­rung der SPD führt in die rich­ti­ge Rich­tung. Ers­tens ler­nen be­reits Erst­se­mes­ter im Fach VWL, dass man mit ei­ner sta­gnie­ren­den Wirt­schaft kei­ne öf­fent­li­chen De­fi­zi­te nach­hal­tig ab­bau­en kann. Zwei­tens zer­stört man die eu­ro­päi­sche Idee, wenn man sich nicht ernst­haft Ge­dan­ken über die em­pö­rend ho­he Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit im ge­sam­ten me­di­ter­ra­nen Raum macht, da die ei­gent­li­chen Mo­ti­ve der Grün­der­vä­ter der EU bzw. EWG eben dar­in be­stan­den, künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen ei­ne bes­se­re Per­spek­ti­ve zu ge­ben. Des­halb muss man ins­be­son­de­re die von Deutsch­land be­für­wor­te­te so­ge­nann­te Aus­te­ri­tät als ge­schei­tert an­se­hen, zu­mal die­se Po­li­tik kei­ne ge­rin­ge Dop­pel­mo­ral be­inhal­tet, da die Bun­des­re­gie­rung sel­ber nicht ge­ra­de zu den re­form­freu­di­gen Ak­teu­ren in Eu­ro­pa zählt! Ras­mus Ph. Helt 20539 Ham­burg Zu „Der Rück­tritt vom Br­ex­it ist ei­ne se­riö­se Op­ti­on“(RP vom 4. Ju­li): Den Rück­tritt vom Br­ex­it un­ter den ge­ge­be­nen Um­stän­den als ei­ne Op­ti­on zu be­wer­ten, ist er­laubt, die­sen Vor­gang als se­ri­ös zu be­ur­tei­len, dürf­te zu­min­dest sehr ge­wagt sein. Po­li­tisch wä­re er nicht zu recht­fer­ti­gen und wür­de in an­de­ren Zu­sam­men­hän­gen, be­rech­tigt oder nicht, als Be­grün­dung von der po­li­tisch ex­tre­men Sei­te für wei­te­re Wie­der­ho­lungs­wah­len her­hal­ten müs­sen. Die Un­kennt­nis der Wäh­ler hin­sicht­lich der dif­fe­rie­ren­den Ar­gu­men­te, mög­li­chen Ne­ga­tiv­fol­gen im Fal­le des „fal­schen“Wahl­aus­gangs, die nied­ri­ge Wahl­be­tei­li­gung ei­ni­ger Al­ters­grup­pen, die dar­aus re­sul­tie­ren­den Fol­gen und so wei­ter kön­nen nicht als Ar­gu­ment für ei­ne er­neu­te Wahl in An­spruch ge­nom­men wer­den – nach dem Mot­to: Es wird so­lan­ge ge­wählt, bis ei­ne über­wie­gen­de Zuf­rie­den­heit er­kenn­bar ist. Erich Jed­wab­ski Mo­ers

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