DEG geht als Ers­ter aufs Eis

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Die Düs­sel­dor­fer be­gin­nen zwei Wo­chen frü­her als üb­lich mit dem Eis­trai­ning. Trai­ner Chris­tof Kreut­zer er­hofft sich da­von auch, dass die Spie­ler auf­grund der bes­ser do­sier­ten Be­las­tung ver­let­zungs­frei durch die Vor­be­rei­tung kom­men.

Als Ers­ter kommt der Ka­pi­tän um 9.58 Uhr aus der Ka­bi­ne. Da­ni­el Kreut­zer geht durch das Spa­lier der DEG-Fans zur Eis­flä­che und grüßt mit ei­nem knap­pen: „Moin.“Die An­hän­ger ant­wor­ten eben­so ein­sil­big. Das ist aber nicht et­wa Aus­druck ei­nes ge­stör­ten Ver­hält­nis­ses, son­dern der Vor­freu­de. Kreut­zer hat näm­lich ein Ziel: schnell aufs Eis.

Trai­ner Chris­tof Kreut­zer lä­chelt, als er durch das Spa­lier geht und grüßt zwei­sil­big: „Mahl­zeit.“Da­mit zeigt der Coach, dass er schon län­ger auf den Bei­nen ist. Er ist früh auf­ge­stan­den, um ei­nen Kaf­fee zu trin­ken und gut ge­launt an der Brehm­stra­ße zu sein. Be­reits um acht Uhr war Treff­punkt für die Mann­schaft. Es folg­te ei­ne ers­te An­spra­che. Um neun Uhr be­gann das Warm up, um zehn Uhr ging es dann erst­mals aufs Eis, um zwölf Uhr noch in den Kraft­raum.

Die DEG hat als ers­te Mann­schaft der DEL mit dem Eis­trai­ning be­gon­nen – zwei Wo­chen frü­her als in all den Jah­ren zu­vor, zwei Wo­chen frü­her als die meis­ten Ri­va­len. Das hat die Stadt er­mög­licht, wo­für Chris­tof Kreut­zer sehr dank­bar ist. „Wir hat­ten aus dop­pel­tem Grund an­ge­fragt“, be­rich­te­te der Coach. „Weil die Sai­son beim Nach­wuchs frü­her be­ginnt und weil in der letz­ten Ju­li­Wo­che das DEL-Fu­ture-Camp in Düs­sel­dorf statt­fin­det.“Die­ser jähr­li­che Sich­tungs­lehr­gang fin­det je­des Mal bei ei­nem an­de­ren DELKlub statt.

Kreut­zer ist sehr froh, dass das Som­mer­trai­ning in der Leicht­ath­le­tik­hal­le und dem Box­camp Freu­den­reich dies­mal et­was kür­zer aus­fällt und die Ar­beit auf dem Eis frü­her be­ginnt. „Wir kön­nen es jetzt et­was lang­sa­mer an­ge­hen“, sagt er. „Da­mit ist aber nicht ge­meint, we­ni­ger in­ten­siv. Aber wir müs­sen un­ser Pro­gramm nicht so schnell durch- zie­hen, son­dern kön­nen es bes­ser auf­bau­en und do­sie­ren. Ich hof­fe, dass wir da­durch ver­let­zungs­frei­er durch die Vor­be­rei­tung kom­men und mus­ku­lä­re Pro­ble­me ver­mie­den wer­den.“Sol­che ma­chen Spie­lern wäh­rend der Vor­be­rei­tung auf­grund der ho­hen Be­las­tung oft zu schaf­fen.

Mit dem Fit­ness­stand sei­ner Schütz­lin­ge ist Kreut­zer sehr zu­frie­den. „Al­le Wer­te sind bes­ser als im Vor­jahr“, sag­te er nach Aus­wer­tung der Tests. „Auch die Wer­te der Spie­ler, die erst jetzt da­zu­ge­sto­ßen sind.“Vor al­lem die jun­gen Spie­ler ha­ben sich kör­per­lich gut wei­ter­ent­wi­ckelt, was die Hoff­nung nährt, dass der ein oder an­de­re sich noch stär­ker in Sze­ne set­zen kann.

Dass die Mann­schaft ges­tern kom­plett aufs Eis ging, ist al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­lich. Denn meist ist es so, dass der ein oder an­de­re ver­letzt ist und der ein oder an­de­re Aus­län­der noch fehlt. Die Spie­ler wis­sen, wie wich­tig Kreut­zer die ge­mein­sa­me Vor­be­rei­tung ist. In der ver­gan­ge­nen Sai­son hat­te er ein Ex­em­pel sta­tu­iert. Tor­jä­ger Tra­vis Turn­bull kam spä­ter, fand kei­nen An­schluss mehr und durf­te noch vor Weih­nach­ten ge­hen.

Den ers­ten Tag auf dem Eis in der Hal­le an der Brehm­stra­ße ha­ben al­le Spie­ler ver­let­zungs­frei über­stan­den. Ge­wöh­nungs­be­dürf­tig war vor al­lem die Aus­rüs­tung. „Es ist al­les neu“, mein­te Ver­tei­di­ger Bern­hard Eb­ner, der im ers­ten Mo­ment Mü­he hat­te, den Helm rich­tig zu schlie­ßen. Doch sei­ne Au­gen glänz­ten da­bei – auch ihm stand die Vor­freu­de auf das Eis­trai­ning deut­lich ins Ge­sicht ge­schrie­ben.

Heinz Lu­cas

Fo­to: ho­mü

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.