Fortu­na trau­ert um Trai­ner­le­gen­de Heinz Lu­cas

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Der er­folg­rei­che Fuß­ball­leh­rer, der die Düs­sel­dor­fer 1971 in die Bun­des­li­ga füh­re, starb im Al­ter von 95 Jah­ren.

Es war ei­ne trau­ri­ge Nach­richt, die Fortu­nas Vor­stands­vor­sit­zen­der Ro­bert Schä­fer ges­tern Abend te­le­fo­nisch über­mit­telt wur­de. Der ehe­ma­li­ge Mit­tel­feld­spie­ler und Vor­stand Ben­no Bei­roth teil­te mit, dass Heinz Lu­cas im Al­ter von 95 Jah­ren ver­stor­ben ist. Seit 2009 hat­te der an De­menz er­krank­te Se­ni­or in der Er­kra­ther Se­nio­ren­re­si­denz Ro­sen­hof ge­lebt und sein ehe­ma­li­ger Spie­ler Bei­roth hat­te im­mer den Kon­takt zu ihm ge­hal­ten. „Die Fortu­na-Fa­mi­lie trau­ert um die­sen gro­ßen Trai­ner“, sag­te Ro­bert Schä­fer, wäh­rend die Mann­schaft auf dem Sport­platz des Ho­tels Lind­ner am Wie­sen­see im Wes­ter­wald trai­nier­te.

Trai­ner Heinz Lu­cas hat­te die Fortu­na 1971 in die Bun­des­li­ga ge­führt. Zwei­mal hin­ter­ein­an­der er­reich­te sie als Drit­ter ih­re bes­ten Plat­zie­run­gen. In der Sai­son 72/73 wa­ren nur der FC Bay­ern und der 1. FC Köln, ein Jahr spä­ter Bay­ern und Mön­chen­glad­bach bes­ser. Die Mann­schaft war die bes­te, die Fortu­na nach dem Krieg hat­te. Zu der le­gen­dä­ren 70er-Mann­schaft ge­hör­ten u.a. Klaus Bud­de, Die­ter Brei, Fred Hes­se, Pe­ter Bie­sen­kamp, Wil­fried Woy­ke, Har­dy Helm­reich und Ben­no Bei­roth.

Der ge­bür­ti­ge Ber­li­ner Heinz Lu­cas , der 1953 sei­ne Prü­fung als Fuß­ball­leh­rer bei Sepp Her­ber­ger ge­macht hat­te, ar­bei­te­te für zwölf Ver­ei­ne – un­ter an­de­rem bei Han­no­ver 96, Darm­stadt 98, Ein­tracht Braun­schweig, Wup­per­ta­ler SV, 1860 Mün­chen und der SpVgg Fürth. 1982 zog er mit sei­ner Frau De­lo nach Mett­mann.

Bis ins ho­he Al­ter konn­te man mit Heinz Lu­cas über al­les spre­chen – na­tür­lich auch über Fuß­ball. Oft saß er im Foy­er des Ro­sen­ho­fes, aber auch bei den Mahl­zei­ten kam man mit ihm ins Ge­spräch. Auch wenn es bei Lu­cas manch­mal mit der Er­in­ne­rung nicht mehr so recht klapp­te, so lag ihm der Ver­ein am Her­zen.

„Ich ha­be ihn nicht nä­her ken­nen ge­lernt“, sag­te Trai­ner Fried­helm Fun­kel, als er die Nach­richt er­fuhr. „Aber er war zwei­fel­los ein gro­ßer Trai­ner. Die Fortu­na wird ihn nicht ver­ges­sen.“

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