Wie­der­käu­er: In den Ma­gen und zu­rück ins Maul

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Kü­he fres­sen viel Gras, Stroh oder Heu. Zum Ver­dau­en ha­ben sie ein be­son­de­res Ma­gen-Sys­tem. Gro­ße Fut­ter­tei­le wür­gen sie ins Maul zu­rück und kau­en sie er­neut.

sie her­un­ter, oh­ne viel zu kau­en. Das gro­be Fut­ter lan­det im Pan­sen. Dort hel­fen win­zi­ge Le­be­we­sen wie Bak­te­ri­en da­bei, das Grün­fut­ter zu zer­le­gen. Im Netz­ma­gen wird das Fut­ter sor­tiert. Klei­ne Fut­ter­tei­le ge­hen in den Blät­ter­ma­gen. Gro­ße Fut­ter­tei­le aber würgt die Kuh zu­rück ins Maul! Dort kaut sie das Fut­ter ge­mäch­lich durch. Das nennt man wie­der­käu­en. Da­bei liegt die Kuh am liebs­ten ge­müt­lich auf der Wei­de oder im Stall und kaut und kaut und kaut. Das Fut­ter mischt sich da­bei mit Spei­chel. Nach ei­ner Wei­le geht das gut zer­klei­ner­te Fut­ter zu­rück in die Sor­tier­ma­schi­ne Netz­ma­gen. Von dort wan­dert es in den Blät­ter­ma­gen. Der hat un­ge­fähr die Grö­ße ei­nes Vol­ley­bal­les. Der Blät­ter­ma­gen ist mit vie­len Schleim­haut­fal­ten aus­ge­stat­tet. Die­se pres­sen die Flüs­sig­keit aus dem vor­ver­dau­ten Fut­ter wie­der her­aus. Am En­de des Fut­ter­we­ges durch die Kuh­mä­gen steht der Lab­ma­gen. Er gleicht dem Ma­gen des Men­schen. Im Lab­ma­gen wird der ein­ge­dick­te Pflan­zen­brei wei­ter zer­setzt. Der Rest wan­dert in den Darm. Was nach der Ver­dau­ung üb­rig ist, lan­det als Kuh­fla­den wie­der im Frei­en. Platsch! dpa

GRA­FIK: DPA

Men­schen ha­ben nur ei­nen Ma­gen, Kü­he da­ge­gen meh­re­re.

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