So viel ge­ben Bes

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER RHEINKIRMES - VON JAN WIEFELS

Bei Fa­mi­li­en ist die 100-Eu­ro-Gren­ze für ei­nen Ta

Wer die Kir­mes be­sucht, der lässt zwangs­läu­fig auch Geld auf dem Fest­platz. Die Span­ne da­bei ist groß. Den Spar­sa­men rei­chen zehn Eu­ro, um ei­nen Abend mit zwei bis drei Ge­trän­ken zu be­strei­ten. Wer mit der Fa­mi­lie un­ter­wegs ist, er­reicht je­doch schnell ei­nen drei­stel­li­gen Be­trag. Fa­mi­lie Hinckers aus Kem­pen hat sich bei den Aus­ga­ben von vorn­her­ein kei­ne Gren­ze ge­setzt. „Man muss sich dar­auf ein­stel­len, dass der Be­such et­was kos­tet“, sagt Mar­tin Hinckers. Al­ler­dings hat die drei­köp­fi­ge Fa­mi­lie al­lein für die An­fahrt und die ers­te Tour von Toch­ter Ma­til­da auf dem Ka­rus­sell be­reits 34 Eu­ro be­zahlt. Da hat der Nach­mit­tag gera­de an­ge­fan­gen.

Kri­tik an der Preis­po­li­tik tritt Oli­ver Wil­me­ring, Vor­sit­zen­der des Schau­stel­ler­ver­ban­des Düs­sel­dorf, ent­ge­gen. „Wir er­hö­hen nicht will­kür­lich die Prei­se“, sagt er. Wenn es Er­hö­hun­gen ge­be, hät­ten die­se auch Grün­de. Wür­den zum Bei­spiel die Stand­gel­der an­ge­ho­ben, müss­ten die Schau­stel­ler das an die Be­su­cher wei­ter­ge­ben. Auch Fak­to­ren wie ge­stie­ge­ne Ener­gie­kos­ten und Aus­ga­ben für die Si­cher­heit hät­ten da­zu ge­führt, dass Prei­se ge­stie­gen sei­en. Wil­me­ring be­tont, dass „eng kal­ku­liert“wer­de und dass die Schau­stel­ler nie­man­den vom Kir­mes­be­such aus­schlie­ßen woll­ten.

Vie­le der Be­frag­ten neh­men es hin, für den Fest­be­such et­was mehr zu zah­len. „Es sind halt Kir­me­s­prei­se“, sagt zum Bei­spiel Mar­tin Lin­ke, der sich mit Si­mon Dwo­r­at­zek auf ein Ge­tränk im Ti­ro­ler Dorf ge­trof­fen hat. Dem­ent­spre­chend hal­te er sich et­was zu­rück. Fa­mi­lie Schött­ler aus Hei­li­gen­haus hat ei­ne klas­si­sche Me­tho­de ge­wählt, um das Bud­get im Rah­men zu hal­ten. Für ih­ren Kir­mes­be­such hat sie 100 Eu­ro ver­an­schlagt. Über mehr als die Hälf­te des Gel­des ent­schei­den ih­re fünf­jäh­ri­gen Kin­der Ne­le und Tobias, die je 30 Eu­ro Kir­mes­geld be­kom­men ha­ben. Wenn das weg ist, ist es weg. „Sie kön­nen dar­über ei­gen­mäch­tig ent­schei­den“, sagt Arnd Schött­ler.

Mar­tin Hinckers (35) hat mit sei­ner Frau Ka­trin (3 34 Eu­ro aus­ge­ge­ben – un­ter an­de­rem fürs Par­ke

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