Be­ken­nen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Oft ge­mein­sam mit „be­ken­nen“ver­wen­de­te Wör­ter sind laut Du­den „Glau­be“, „An­schlag“und „At­ten­tat“. Be­kennt­nis­se sind al­so zwei­schnei­dig; ihr Ob­jekt kann Gott­ver­trau­en sein, aber auch Mord. Dass der IS den Tä­ter von Würz­burg in­spi­riert ha­ben will, ver­an­lass­te die Deut­sche Pres­se-Agen­tur zu­nächst zur Mel­dung „IS be­kennt sich zum Axt-An­griff“– das wur­de je­doch Mi­nu­ten spä­ter zur Zei­le „IS be­an­sprucht Axt-An­griff für sich“. Ein wich­ti­ger Un­ter­schied, legt die ers­te For­mu­lie­rung doch na­he, der IS ha­be die Tat ak­tiv vor­be­rei­tet; das aber ist zu­min­dest zwei­fel­haft. Bei Twit­ter gibt es schon ei­nen Sa­ti­reHash­tag „IS be­kennt sich“– näm­lich zu ner­vi­ger Wer­bung, zu Mon­ta­gen und zu Fuß­pilz, kurz: zum Schlech­ten in der Welt. Ge­gen die An­ma­ßung des Ter­rors hilft eben manch­mal nur Sar­kas­mus. fvo

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