Ge­setz­ent­wurf soll Sab­ba­tru­he in Is­ra­el aus­wei­ten

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

JE­RU­SA­LEM (kna) Ar­beit­neh­mer sol­len in Is­ra­el künf­tig das Recht ha­ben, Ar­beit am jü­di­schen Ru­he­tag Sab­bat un­ab­hän­gig von ih­ren re­li­giö­sen Ein­stel­lun­gen ab­zu­leh­nen. Ei­nen ent­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf hat das zu­stän­di­ge Ar­beits-, Wohl­fahrts- und Ge­sund­heits­ko­mi­tee des is­rae­li­schen Par­la­ments ge­bil­ligt, wie is­rae­li­sche Me­di­en be­rich­ten. Dem­nach soll der Ent­wurf dem­nächst der Knes­set zur Ab­stim­mung vor­ge­legt wer­den.

Be­trof­fen wä­ren Be­rufs­zwei­ge, bei de­nen die Ar­beit am Ru­he­tag ge­gen­wär­tig er­laubt ist, dar­un­ter Kran­ken­häu­ser, Me­dien­un­ter­neh­men und Ho­tels. Der­zeit kön­nen nur re­li­giö­se Ar­beit­neh­mer ei­ne Be­frei­ung von der Sab­bat­ar­beit be­an­tra­gen. Der Ent­wurf sol­le die Dis­kri­mi­nie­rung von nicht­re­li­giö­sen Ar­beit­neh­mern be­en­den, be­grün­de­te die Mit­in­itia­to­rin des Ent­wurfs, Aliza La­vie den Vor­stoß. Ak­tu­ell kom­me es vor, dass Ar­beit­neh­mer Re­li­gio­si­tät vor­täusch­ten, um ei­nen Ru­he­tag zu er­hal­ten. Ver­tre­ter der is­rae­li­schen Han­dels­kam­mer for­der­ten, dass Un­ter­neh­men mit ei­ner Ge­neh­mi­gung zur Sab­bat­ar­beit von dem Ge­setz aus­ge­nom­men wer­den soll­ten.

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