Phos­ph­or­gra­na­te brennt in Alt­stadt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Das Kriegs­re­likt hat­te sich in ei­ner Bau­gru­be selbst ent­zün­det.

(sg) Bei Bau­ar­bei­ten an der Lie­fer­gas­se ist ges­tern of­fen­bar un­be­merkt ei­ne Phos­ph­or­gra­na­te aus dem Zwei­ten Welt­krieg frei­ge­legt wor­den. Am frü­hen Abend ent­zün­de­te sie sich selbst und setz­te da­bei Dämm­ma­te­ri­al in der Bau­gru­be in Brand.

Die Feu­er­wehr war von Pas­san­ten alar­miert wor­den, ging zu­nächst von ei­nem harm­lo­sen Feu­er aus, das al­ler­dings für ei­ne be­trächt­li­che Rauch­ent­wick­lung sorg­te. Vor­sorg­lich rück­ten zwei Lösch­zü­ge aus, – das ist auf­grund der dich­ten Be­bau­ung in der Alt­stadt Vor­schrift.

Beim Lösch­ver­such al­ler­dings ent­deck­ten die Fach­leu­te dann im bren­nen­den Bau­ma­te­ri­al die Brand­ur­sa­che, die sie nicht oh­ne Wei­te­res be­sei­ti­gen konn­ten. Phos­phor­flam­men ver­lö­schen zwar beim Kon­takt mit Was­ser, ent­zün­den sich aber nach dem Trock­nen im­mer wie­der neu.

Ein Feu­er­wehr­mann der Wa­che an der Hüt­ten­stra­ße ent­schied sich für ei­ne un­kon­ven­tio­nel­le Brand­be- kämp­fung: Er pack­te be­herzt die Gra­na­te und warf sie schwung­voll über den Zaun in die Düs­sel, wo sie so­fort er­losch.

Un­ter Auf­sicht ei­ner Brand­wa­che der Feu­er­wehr blieb das Welt­kriegs­re­likt dort zu­nächst lie­gen, bis am Abend der Kampf­mit­tel­räum­dienst der Be­zirks­re­gie­rung an­rück­te, um es end­gül­tig zu ent­sor­gen. Für die Ab­küh­lung beim Ber­gen der Gra­na­te aus der Düs­sel sol­len die Kampf­mit­tel­räu­mer der Feu­er­wehr da­bei durch­aus dank­bar ge­we­sen sein.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.