Ein ge­fähr­li­ches Zei­chen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Das ist mehr als ei­ne Frech­heit, näm­lich ei­ne Straf­tat: Da wird ein Ju­gend­li­cher an­ge­fah­ren, of­fen­bar nur, weil er da­bei hilft, den Ver­kehr zu re­geln – und da­bei dem Ego ei­nes Rü­pels im We­ge steht. Wer so et­was tut, der soll­te ab jetzt den Bus neh­men müs­sen. Der Fall ist ein wei­te­rer Be­leg da­für, dass die Sit­ten im Stra­ßen­ver­kehr ver­ro­hen. Die Ver­kehrs­ka­det­ten leis­ten bei der Rh­ein­kir­mes tol­le Ar­beit, wo­für man ih­nen in je­dem Jahr wie­der ei­nen Dank aus­spre­chen muss. Sie sind aber dar­auf an­ge­wie­sen, dass die Be­su­cher sie re­spek­tie­ren. Es ist ein ge­fähr­li­ches Zei­chen, dass das im­mer we­ni­ger selbst­ver­ständ­lich wird und nun so­gar Au­tos als Waf­fe ein­ge­setzt wer­den. Sol­che Über­grif­fe kön­nen Groß-Events nicht nur stö­ren – sie füh­ren ir­gend­wann so­gar zu der Fra­ge, ob sie sich noch stem­men las­sen.

ar­ne.lieb@rheinische-post.de ter Fe­lix Kreu­zer. Der Au­to­ver­kehr wer­de für vie­le mehr zum Kampf ge­gen­ein­an­der. „Ich hof­fe, das bleibt der ein­zi­ge sol­che Vor­fall.“Kreu­zer hat mit den Ju­gend­li­chen noch ein­mal be­spro­chen, dass der Selbst­schutz in je­dem Fall vor­geht. Auch Po­li­zei­spre­che­rin Su­san­na Heus­gen be­klagt, dass rück­sichts­lo­ses Ver­hal­ten auf den Stra­ßen zu­nimmt. „Der ach­tungs­vol­le Um­gang mit­ein­an­der nimmt lei­der ab.“

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