Stadt kas­siert aus Mie­ten elf Mil­lio­nen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON DENISA RICH­TERS

Vor al­lem Bü­ros und Ge­wer­be­räu­me spü­len Geld in den städ­ti­schen Etat.

Im­mo­bi­li­en sind an­ge­sichts der stei­gen­den Ein­woh­ner­zahl und Nach­fra­ge in Düs­sel­dorf ei­ne gu­te In­ves­ti­ti­on. Die Stadt­ver­wal­tung be­sitzt hun­der­te Ge­bäu­de, vie­le da­von nutzt sie für ei­ge­ne Zwe­cke: fast 400 für Ki­tas, Schu­len, Be­hör­den oder Feu­er­wa­chen. Doch die Stadt ist auch Ver­mie­te­rin – und nimmt da­mit ei­ni­ges ein. Jähr­lich sind es 11,2 Mil­lio­nen Eu­ro, wie Käm­me­rin Do­ro­thée Schnei­der im Stadt­rat auf An­fra­ge der FDP vor­rech­ne­te. Dem­nach gibt es ak­tu­ell 556 sol­che ex­ter­ne Miet­ver­hält­nis­se, die meis­ten da­von sind Ga­ra­gen, Stell­plät­ze und Frei­flä­chen (95), ge­folgt von Bü­ro­räu­men (81) und Woh­nun­gen (80). Das meis­te Geld ver­dient die Stadt mit der Ver­mie­tung von Bü­ros (fast drei Mil­lio­nen Eu­ro), Ge­wer­be­räu­men (zwei Mil­lio­nen Eu­ro) so­wie Schu­lungs-, Se­mi­nar-, Aus­stel­lungs- und Ver­an­stal­tungs­räu­men (1,9 Mil­lio­nen Eu­ro). Di­enst­woh­nun­gen und Mo­bil­funk-/tech­ni­sche An­la­gen brin­gen im Ver­gleich die we­nigs­ten Miet­ein­nah­men, aber im­mer­hin noch 133.000 be­zie­hungs­wei­se 139.000 Eu­ro. Enorm ist auch der Ver­wal­tungs­auf­wand im Amt für Ge­bäu­de­ma­nage­ment. Das jähr­li­che Per­so­nal­bud­get für die­se Ar­beit be­läuft sich auf et­wa 656.500 Eu­ro. Hin­zu kom­men jähr­li­che Kos­ten für den tech­ni­schen Auf­wand in Hö­he von 72.500 Eu­ro.

Die Stadt ist aber nicht nur Ver­mie­te­rin, son­dern vie­ler­orts auch Mie­te­rin. FDP-Rats­herr Thomas Ni­co­lin frag­te nach ei­ner ent­spre­chen­den Auf­stel­lung. Im De­zer­nat von Schnei­der wird das ak­tu­ell auf­be­rei­tet und in ei­ner der nächs­ten Rats­sit­zun­gen nach­ge­reicht.

Ein Schwer­punkt im Fi­nanz­kon­zept des Rat­hau­ses liegt im Ver­kauf von Im­mo­bi­li­en: So wur­de ein Grund­stück am Ken­ne­dy­damm für rund 22 Mil­lio­nen Eu­ro ver­kauft (neue Zen­tra­le L’Oréal). Beim Gus­taf-Gründ­gens-Platz hat Ober­bür­ger­meis­ter Thomas Gei­sel nach­ver­han­delt und ver­kauft jetzt den ge­sam­ten Platz (soll rund 35 Mil­lio­nen Eu­ro mehr brin­gen). Ein städ­ti­sches Ge­bäu­de am Al­ten Ha­fen in der Alt­stadt wur­de ver­kauft, dort ent­ste­hen Woh­nun­gen. Auch ei­nen Teil des Wil­helm-Marx-Hau­ses (Ecke Ka­ser­nen­stra­ße) will die Stadt ver­äu­ßern.

FO­TO: STADT DÜS­SEL­DORF

Zu den ver­mie­te­ten Ob­jek­ten in städ­ti­schem Be­sitz ge­hört auch der „Start­platz“für Start-up-Un­ter­neh­men im Me­di­en­ha­fen.

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