Kir­mes lei­det un­ter star­ker Hit­ze

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER RHEINKIRMES - VON LAU­RA IHME UND AR­NE LIEB

Auch ei­ne Ab­sa­ge we­gen des Ge­wit­ters am Abend stand ges­tern im Raum.

Schau­stel­ler lie­ben es, wenn die Son­ne scheint – aber nicht so stark wie ges­tern. Bei mehr als 30 Grad im Schat­ten war auf den Ober­kas­se­ler Rhein­wie­sen deut­lich we­ni­ger los als in den be­su­cher­star­ken ver­gan­ge­nen Ta­gen. Be­su­cher und Ar­bei­ten­de such­ten nach je­der Form der Er­fri­schung.

Ent­spre­chend lang wa­ren des­halb die Schlan­gen an den bei­den Was­ser­bah­nen Wild­was­ser 3 und Rio Ra­pi­dos, auch die schnel­len Fahr­ge­schäf­te, die ih­ren Pas­sa­gie­ren küh­len Wind brin­gen, wa­ren gut be­sucht. Be­su­cher sah man je­doch we­ni­ge auf dem Fest­platz, zu­meist wa­ren es jun­ge Fa­mi­li­en oder Te­enager, die sich auf die Kir­mes ver­irrt hat­ten. Ein­mal auf dem Fest­platz an­ge­kom­men, ver­folg­ten sie da­bei stets die­sel­be Stra­te­gie: Von Schat­ten­platz zu Schat­ten­platz be­weg­ten sich die Be­su­cher vor­wärts, mach­ten Halt an Was­ser­bah­nen, Ge­trän­ke- und Eis­stän­den und zo­gen dann wie­der ih­rer We­ge.

Hin­ter den Ku­lis­sen sorg­te der­weil ein an­de­res Wet­ter­phä­no­men für Sor­gen: Die Kir­mes-Ver­ant­wort­li­chen muss­ten ent­schei­den, wie sie auf das Ge­wit­ter re­agie­ren, das aus Wes­ten auf Deutsch­land zu­kam und auch Düs­sel­dorf zu tref­fen droh­te. Der Deut­sche Wet­ter­dienst hat­te am Vor­mit­tag in ei­ner Vo­rab­in­for­ma­ti­on vor schwe­ren Ge­wit­tern in Düs­sel­dorf ge­warnt, in sol­chen Fäl­len steht ei­ne Schlie­ßung der Kir- mes zur De­bat­te. Das Pro­blem: Die ge­nau­en Or­te, an de­nen sich Ge­wit­ter bil­den, kön­nen auch die Ex­per­ten erst kurz vor­her vor­aus­sa­gen. Des­halb stand Kir­mes­ar­chi­tekt Thomas Kö­nig in stän­di­gem Kon­takt mit dem Wet­ter­dienst, auch die Feu­er­wehr steu­er­te ih­re Vor­her­sa­gen von an­de­ren Me­teo­ro­lo­gen bei. Am spä­ten Nach­mit­tag sa­hen die Ver­ant­wort­li­chen schließ­lich kei­nen Grund für ei­ne Schlie­ßung, warn­ten aber vor­sorg­lich die Schau­stel­ler, sich auf ein Un­wet­ter ein­zu­stel­len und et­wa zu ver­hin­dern, dass lo­se Tei­le her­um­flie­gen.

Das Si­cher­heits­kon­zept, das die Se­bas­tia­nus-Schüt­zen ge­mein­sam mit Po­li­zei und Feu­er­wehr er­ar­bei­tet ha­ben und in je­dem Jahr ak­tua­li­sie­ren, legt die Be­din­gun­gen für ei­ne Schlie­ßung der Kir­mes fest. Dort sind auch die ge­nau­en Ab­läu­fe für Not­fäl­le fest­ge­legt, über die auch die Schau­stel­ler Be­scheid wis­sen. Das Ge­wit­ter zog schließ­lich knapp an Düs­sel­dorf vor­bei. Die Schau­stel­ler muss­ten sich am Abend das ers­te Mal in die­sem Jahr dar­auf ein­stel­len, dass es auf dem Fest­platz reg­nen könn­te – und hof­fen dar­auf, dass mög­lichst oft in den kom­men­den Ta­gen wie­der das Lieb­lings­kli­ma al­ler Kir­mes­leu­te herrscht: 25 Grad, leich­te Bri­se. Dann füllt sich ver­läss­lich der Kir­mes­platz.

RP-FO­TO: HANS-JÜR­GEN BAU­ER

Mehr als 30 Grad im Schat­ten zeig­te das Ther­mo­me­ter ges­tern Nach­mit­tag auf dem Kir­mes­platz auf den Ober­kas­s­ler Rhein­wie­sen an.

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