Lo­ve­pa­ra­de: Ke­ra­mik­ta­feln er­in­nern an die To­des­op­fer

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DUIS­BURG (RP/dpa) In ei­ne stäh­ler­ne Ge­denk­ta­fel an der Lo­ve­pa­ra­deGe­denk­stät­te in Duis­burg sind ges­tern 21 Ke­ra­mik­plat­ten ein­ge­setzt wor­den. Sie sol­len an die 21 To­des­op­fer er­in­nern, die bei dem Un­glück vor sechs Jah­ren ums Le­ben ka­men. Auf 16 von ih­nen sind Fo­tos und Na­men von Ge­tö­te­ten zu se­hen. Bei den fünf üb­ri­gen woll­ten die An­ge­hö­ri­gen dies nicht. Die Plat­ten kom­men aus ei­ner spa­ni­schen Werk­statt, wie die Stif­tung Duis­burg 24.7.2010 mit­teil­te. Die El­tern ei­nes spa­ni­schen Op­fers hat­ten die Plat­ten dort an­fer­ti­gen las­sen.

Auf der Ge­denk­ta­fel ist der Satz „Liebe hört nie­mals auf“in den Spra­chen der Ge­tö­te­ten ge­schrie­ben. Die Op­fer ka­men aus Deutsch­land, Chi­na, Aus­tra­li­en, Spa­ni­en, Ita­li­en und den Nie­der­lan­den. Sie wa­ren an ei­nem Tun­nel im Zu­gangs­be­reich des Ver­an­stal­tungs­ge­län­des er­drückt oder zu To­de ge­tram­pelt wor­den. Hun­der­te wur­den ver­letzt. An die­sem Sonn­tag jährt sich das Un­glück zum sechs­ten Mal.

Die 21 Men­schen wa­ren da­mals in­fol­ge ei­ner Mas­sen­pa­nik im Ein­gangs­be­reich ums Le­ben ge­kom­men. Bis heu­te ist nie­mand da­für straf­recht­lich zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen wor­den.

FO­TO: DPA

Die Ke­ra­mik­plat­ten ge­den­ken der Op­fer der Lo­ve­pa­ra­de 2010.

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