Rad­pro­fi Froo­me raubt der Tour de Fran­ce die Span­nung

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

MEGÈVE (sid) Chris Froo­me streck­te den rech­ten Arm tri­um­phie­rend in die Hö­he, dann er­hielt er vom gro­ßen Ed­dy Merckx den Rit­ter­schlag. „Er kann die Tour fünf, sechs Mal ge­win­nen. Ich weiß nicht, wer ihn in den nächs­ten Jah­ren schla­gen soll“, sag­te der „Kan­ni­ba­le“, der fünf­mal die Frank­reich-Rund­fahrt ge­wann. Auch die Geg­ner fie­len nach der neu­er­li­chen Macht­de­mons­tra­ti­on im 17-km-Berg­zeit­fah­ren nach Megève schon ehr­fürch­tig auf die Knie. „Chris ist ein­fach su­per­stark, er ist ein gro­ßer Cham­pi­on“, sag­te der Aus­tra­li­er Ri­chie Por­te.

Froo­me raubt der Gro­ßen Schlei­fe schon vor dem letz­ten Tour-Wo­che­n­en­de jeg­li­che Span­nung. Der 31-Jäh­ri­ge be­herrscht das Ren­nen, wie es seit der un­säg­li­chen Ära Lan­ce Arm­strong kein Fah­rer mehr ge­tan hat. Mit sei­nem zwei­ten Ta­ges­er­folg bau­te der ge­bür­ti­ge Ke­nia­ner sei­ne schon kom­for­ta­ble Füh­rung noch wei­ter aus. Der Bri­te führt nach der 18. Etap­pe mit 3:52 Mi­nu­ten Vor­sprung auf den Nie­der­län­der Bau­ke Mol­le­ma, der sei­ne Ver­fol­ger aber dicht im Na­cken spürt und zahl­rei­che Atta­cken auf sei­nen zwei­ten Ge­samt­rang fürch­ten muss.

Ein­zig der Nie­der­län­der Tom Du­mou­lin fuhr zeit­wei­se auf Au­gen­hö­he und war 23 Se­kun­den eher am ers­ten Mess­punkt. Froo­me ar­bei­te­te sich im An­stieg zur Cì­te des Cho­zeaux (1219 m) aber im­mer nä­her an den Fah­rer aus dem deut­schen Team Giant-Al­pe­cin her­an und dis­tan­zier­te ihn in 30:43 Mi­nu­ten noch um 21 Se­kun­den.

Heu­te könn­te es ei­nen hei­ßen Kampf um die Po­di­ums­plät­ze ge­ben. Das Teil­stück hin­auf ins Mon­tBlanc-Mas­siv nach Saint-Ger­vais (zwei Ber­ge der ers­ten, je ei­nen der zwei­ten und höchs­ten Ka­te­go­rie) ist wohl der schwie­rigs­te Teil der Al­pen-Fest­spie­le.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.