Kie­se­wet­ter er­löst Fortu­na

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Fünf Ta­ge nach dem mü­he­vol­len 3:1-Sieg beim Fuß­ball-Re­gio­nal­li­gis­ten Ober­hau­sen quält sich der Düs­sel­dor­fer Zweit­li­gist beim Viert­li­gis­ten Ki­ckers Of­fen­bach zu ei­nem 3:0-Sieg. Bod­zek und Lu­co­qui er­zie­len die wei­te­ren To­re.

Fortu­na tut sich enorm schwer, wenn sie das Spiel ma­chen muss. Die­se Er­kennt­nis, die be­reits das Spiel beim Re­gio­nal­li­gis­ten Ober­hau­sen (3:1) er­bracht hat­te, ver­fes­tig­te sich ges­tern Abend. Erst in der Schluss­pha­se hat­te der Zweit­li­gist bei Ki­ckers Of­fen­bach ein Über­ge­wicht und auch Chan­cen. Je­ro­me Kie­se­wet­ter (78.) brach den Bann, Adam Bod­zek (83.) und An­der­son Lu­co­qui (86.) er­höh­ten auf 3:0. „Es war das er­war­tet schwe­re Spiel“, sag­te Trai­ner Fried­helm Fun­kel. „Ich bin nicht un­zu­frie­den, aber wir ha­ben noch Luft nach oben.“

Der Bie­be­rer Berg ist für Fortu­na ein Ort des Tri­um­phes und der Schmach. Ei­ner der größ­ten Er­fol­ge hat sich vor vier Wo­chen zum 50. Mal ge­jährt. 1966 stieg Fortu­na durch ei­nen 5:1-Sieg in Of­fen­bach erst­mals in die Fuß­ball-Bun­des­li­ga auf. Die Schmach liegt drei­ein­halb Jah­re zu­rück. Da­mals schie­den die Düs­sel­dor­fer als Erst­li­gist nach ei­ner lust­lo­sen Leis­tung im Po­kalAch­tel­fi­na­le beim da­ma­li­gen Dritt­li­gis­ten mit 0:2 aus. Das ist des­halb be­mer­kens­wert, weil es der Start­schuss ei­ner Tal­fahrt war, die bis zum heu­ti­gen Tag an­hält und in die­ser Sai­son un­be­dingt ge­stoppt wer­den muss, wenn der Ab­stieg in die drit­te Li­ga ver­hin­dert wer­den soll.

So freund­lich wur­de die Fortu­na auf dem Bie­be­rer Berg nie emp­fan­gen. Doch das ist ver­ständ­lich, hat­ten die Flin­ger­ner doch die­ses Be­ne­fiz­spiel zu­guns­ten der Of­fen­ba­cher Ki­ckers zu­ge­sagt, bei de­nen in Oli­ver Reck ein al­ter Be­kann­ter das Sa­gen auf der Trai­ner­bank hat. Den Viert­li­gis­ten drückt ei­ne Schul­den­last von 940.000 Eu­ro und es feh­len noch 180.000 Eu­ro, um die be­an­trag­te Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens ab­zu­wen­den.

Auf­grund der spä­ten Ab­fahrt aus dem Trai­nings­la­gers am Wie­sen­see

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