So­fort ab­zie­hen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

In In­cir­lik sind deut­sche Jets sta­tio­niert, die Stel­lun­gen und Be­we­gun­gen des IS in Sy­ri­en und dem Irak mit hoch­auf­lö­sen­den Fo­tos do­ku­men­tie­ren. Dies dient auch der Si­cher­heit der Tür­kei. Trotz­dem hat die Tür­kei den Be­such der deut­schen Sol­da­ten durch ei­ne De­le­ga­ti­on des Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums nicht ge­neh­migt. Kurz da­nach ist un­se­re Mi­nis­te­rin für Ver­tei­di­gung, Frau von der Ley­en, ohne Be­glei­tung durch Mit­ar­bei­ter und Pres­se­ver­tre­ter, nach In­cir­lik ge­flo­gen. Das kann man als Ku­schen vor Er­do­gan be­zeich­nen und ist un­ver­ständ­lich. Un­se­re Kanz­le­rin hat wäh­rend des NA­TO-Gip­fels in War­schau ver­sucht, mit Herrn Er­do­gan ei­ne Ei­ni­gung be­züg­lich zu­künf­ti­ger Be­su­che zu er­zie­len; Er­do­gan hat sie ab­blit­zen las­sen. Das zeigt, dass er das Ver­hal­ten Deutsch­lands als Schwä­che aus­legt und sich al­les er­lau­ben kann. Hier muss end­lich, trotz der Flücht­lings­si­tua­ti­on, hart re­agiert wer­den, so et­was kann man sich nicht ge­fal­len las­sen, die Flug­zeu­ge müs­sen so­fort ab­ge­zo­gen wer­den. Wer­ner Schei­bel 40723 Hil­den Geld für Pfle­ge­per­so­nal in Hei­men, dro­hen­de Al­ters­ar­mut usw. Bei die­sen Zu­stän­den über­legt ein Mi­nis­ter, dass straf­ge­fan­ge­nen Aus­län­dern Deutsch­kennt­nis­se ver­mit­telt wer­den soll­ten und hier­für 26 Päd­ago­gen be­nö­tigt wür­den. Statt drin­gend er­for­der­li­cher Ab­schie­bun­gen spe­zi­ell auch in NRW wird hier statt­des­sen über Ver­stän­di­gungs­me­tho­den für Per­so­nen nach­ge­dacht, die über­haupt nicht hier sein soll­ten! Gün­ter Brink­mann 40878 Ra­tin­gen Zu „Darf das Volk über Öko­no­mie ab­stim­men?“(RP vom 9. Ju­li): Wenn Sie das als Maß­stab an­le­gen, dass Hel­mut Kohl be­wusst das Volk nicht zum Ein­tausch der D-Mark ge­gen Eu­ro ge­fragt ha­be, ist das ge­nau der wun­de Punkt, an wel­chem die heu­ti­ge EU krankt und im­mer mehr Ab­leh­nung er­fährt. In den re­prä­sen­ta­ti­ven De­mo­kra­ti­en der EU-Mit­glied­staa­ten füh­len sich die Po­li­ti­ker in un­er­träg­li­chem Ma­ße ge­ne­ral­be­voll­mäch­tigt, über un­se­re Köp­fe hin­weg Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die wahr­schein­lich nie ei­ne Mehr­heit be­kom­men hät­ten. Ob in un­se­rem Land oder in der EU, es muss mit dem Ver­ord­nungs­un­we­sen auf­ge­hört und die Be­völ­ke­rung wie­der mit­ge­nom­men wer­den! Nach der Br­ex­it-Ent­schei­dung wur­den zwar reih­um Be­kun­dun­gen ge­streut, dass man den La­den EU re­for­mie­ren müs­se, aber spä­tes­tens beim CETA-Ab­kom­men hat Je­anClau­de Juncker wie­der die al­te EUPra­xis durch­zie­hen wol­len: „Wir be­schlie­ßen und Ihr ak­zep­tiert“! Die­ter Usch­mann 40476 Düs­sel­dorf Zu „Darf das Volk über Öko­no­mie ab­stim­men?“(RP vom 9. Ju­li): Sie ma­chen es sich zu ein­fach mit Ih­rem Ur­teil, nur die Po­li­tik in wich­ti­gen Fra­gen der Öko­no­mie ent­schei­den zu las­sen. Ich selbst bin bei die­ser Fra­ge auch hin- und her­ge­ris­sen. Aber es gilt doch zu be­den­ken, dass die Po­li­ti­ker häu­fig ei­nen Weg des ge­rings­ten Wi­der­stan­des ein­schla­gen, um mög­lichst wie­der­ge­wählt zu wer­den. Dann reicht es nicht, wenn der Wäh­ler die Chan­ce hat, sich bei der nächs­ten Wahl mehr­heit­lich für ei­ne an­de­re Par­tei zu ent­schei­den – da könn­te be­reits ei­ni­ges auf den fal­schen Weg ge­bracht wor­den sein. Au­ßer­dem könn­te es bei der nächs­ten Wahl an Al­ter­na­ti­ven feh­len – das führt dann zu Ver­druss und Wahl­mü­dig­keit. Al­les schon er­lebt. Wil­fried Kux per Mail

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