CDU: Mehr Geld für Be­rufs­un­fä­hi­ge

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE - VON EVA QUADBECK

Der So­zi­al­flü­gel der Uni­on will die Er­werbs­min­de­rungs­ren­te re­for­mie­ren.

BERLIN Zur Vor­beu­gung ge­gen die dro­hen­de Al­ters­ar­mut hat der Vor­sit­zen­de des CDU-Ar­beit­neh­mer­flü­gels, CDA-Chef Karl-Jo­sef Lau­mann, ei­nen Ver­si­che­rungs­zwang für Selbst­stän­di­ge und ei­ne ver­pflich­ten­de Be­triebs­ren­te ge­for­dert. Zu­dem will der CDU-Po­li­ti­ker Ar­beit­neh­mer, die we­gen schwe­rer Krank­heit aus dem Ar­beits­le­ben vor­zei­tig aus­schei­den, mit ei­ner deut­lich bes­se­ren Er­werbs­min­de­rungs­ren­te aus­stat­ten.

Lau­mann sieht vor al­lem Be­darf, für die un­ter 50-Jäh­ri­gen bes­ser vor­zu­sor­gen. „Bei der nächs­ten Ren­ten­re­form müs­sen wir mehr über die­je­ni­gen nach­den­ken, die in 15 bis 20 Jah­ren in Ren­te ge­hen und nicht über die heu­ti­gen Rent­ner- jahr­gän­ge, denn die sind meist gut ver­sorgt“, sag­te Lau­mann.

Der­zeit er­stellt die Ar­beits- und So­zi­al­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) ein Kon­zept für ei­ne Ren­ten­re­form, die Al­ter­ar­mut vor­beu­gen soll. Ihr Kon­zept will Nah­les En­de des Jah­res vor­le­gen. Als mög­li­che Stell­schrau­ben gel­ten das Ren­ten­ni­veau und ei­ne bes­se­re pri­va­te Vor­sor­ge. Die Al­ters­ar­mut in Deutsch­land ist der­zeit mit et­wa drei Pro­zent deut­lich ge­rin­ger als die bei jün­ge­ren Be­völ­ke­rungs­grup­pen. Se­riö­sen Pro­gno­se zu­fol­ge könn­te sie bis 2030 auf et­wa sechs Pro­zent stei­gen. Das ent­sprä­che ei­ner Ver­dop­pe­lung.

We­gen schwe­rer Krank­heit Ar­beit­neh­mer sol­len nach dem Wil­len Lau­manns künf­tig nicht mehr in Ar­mut fal­len. „Das Er­werbs­min­de­rungs­ri­si­ko muss drin­gend bes­ser ge­setz­lich ab­ge­si­chert wer­den. Wer wirk­lich nicht mehr ar­bei­ten kann, er­hält ge­nau die Ab­schlä­ge wie Vor­ru­he­ständ­ler. Das geht nicht“, sag­te Lau­mann. Wer er­werbs­ge­min­dert in Ren­te ge­he, dem müss­ten die Ab­schlä­ge er­spart blei­ben. „Das wür­de 1,9 Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr kos­ten. Die­se Maß­nah­me soll­ten wir bei der nächs­ten Ren­ten­re­form ganz oben auf die Agen­da set­zen.“Leit­ar­ti­kel Wirtschaft

1,9 Mil­li­ar­den Eu­ro

kos­tet ei­ne Bes­ser­stel­lung der kran­ken Früh­rent­ner

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