Der Ma­lai­en­bär ist be­droht

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Er ist ein aus­ge­zeich­ne­ter Klet­te­rer und schläft so­gar in den Bäu­men. Der Ma­lai­en­bär aus den Re­gen­wäl­dern Süd­ost­asi­ens ist un­ter den Bä­ren am bes­ten an das Le­ben in luf­ti­ger Hö­he an­ge­passt. Mit sei­nen si­chel­för­mi­gen, lan­gen Kral­len fin­det er gu­ten Halt an Stäm­men oder reißt da­mit die Rin­de der Bäu­me ab, um da­hin­ter Kä­fer­lar­ven, Ter­mi­ten so­wie Bie­nen und de­ren Ho­nig auf­zu­spü­ren. Die Zun­ge des Bä­ren ist 25 Zen­ti­me­ter lang, da­mit schleckt er un­zäh­li­ge In­sek­ten auf ein­mal auf. Ne­ben Kr­ab­bel­tie­ren frisst der Ma­lai­en­bär auch Früch­te, Wur­zeln und Knol­len. Auf­grund sei­nes re­la­tiv ge­rin­gen Ge­wichts von ma­xi­mal 60 Ki­lo­gramm kann der Bär auch dün­ne­re Äs­te er­klim­men, oh­ne dass sie un­ter ihm zer­bre­chen. Ma­lai­en­bä­ren wer­den lei­der im­mer sel­te­ner. Die Ab­hol­zung der asia­ti­schen Re­gen­wäl­der und die Jagd auf die­se kleins­ten Groß­bä­ren sind die größ­te Be­dro­hung. Im Os­ten In­di­ens, wo frü­her noch sehr vie­le die­ser Bä­ren leb­ten, schei­nen sie heu­te be­reits ver­schwun­den zu sein.

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