Schild­krö­te rennt weg

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

(rent) Ei­nen un­ge­wöhn­li­chen Gast hat ein Mann aus Flin­gern ges­tern auf sei­nem Grund­stück an­ge­trof­fen: Ei­ne Rie­sen­schild­krö­te spa­zier­te durch den Garten. Der Mann rief die Feu­er­wehr. Die schick­te Kol­le­gen des Rep­ti­li­en­diens­tes der Feu­er­wehr.

An der Ein­satz­stel­le ent­deck­ten sie die ei­nen Me­ter lan­ge und 50 Ki­lo­gramm schwe­re Schild­krö­te. Oh­ne Ge­gen­wehr konn­te Rep­ti­li­en­ex­per­te Se­bas­ti­an Schrei­ner das Tier un­ter­su­chen. Der Ober­brand­meis­ter stell­te fest, dass es sich um ei­ne Sporn­schild­krö­te han­delt.

Schwie­ri­ger ge­stal­te­te sich die Su­che nach dem Ei­gen­tü­mer. Aus der Nach­bar­schaft kam der Hin­weis: Die Schild­krö­te war aus ei­ner na­he­ge­le­ge­nen Tier­arzt­pra­xis aus­ge­büxt. Da die Pra­xis ge­schlos­sen war, en­de­te der Aus­flug im Tier­heim. Der zehn Jah­re al­ten Schild­krö­te ge­he es gut, sag­te Tier­heim­lei­ter Frank Gass­mann. Sie frisst, was für die­se Rep­ti­li­en im­mer ein gu­tes Zei­chen sei.

Un­ge­wöhn­lich sei es nicht, dass Schild­krö­ten aus­rei­ßen. „Es muss wohl ir­gend­wo ei­ne klei­ne Lü­cke im Zaun ge­we­sen sein“, sagt Gass­mann. Durch sol­che wür­den sich Schild­krö­ten dann drü­cken. Ge­fähr­lich sei das Tier nicht. „Sie hat eher Angst vor uns und zieht den Kopf ein, wenn wir kom­men“, sag­te der Tier­heim­lei­ter.

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