Po­li­zei in NRW ist ge­rüs­tet für Groß­la­gen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - AMOKLAUF IN MÜNCHEN - VON CHRIS­TI­AN SCHWERDTFE­GER

MÜN­CHEN/DÜSSELDORF Für den Ein­satz der Münch­ner Po­li­zei beim Amok­lauf hat es bun­des­weit viel Lob ge­ge­ben. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) nann­te ins­be­son­de­re die In­for­ma­ti­ons­po­li­tik über die so­zia­len Me­di­en wie Twit­ter und Face­book „sou­ve­rän, se­ri­ös und er­hel­lend“. An die­ser Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on könn­te die Po­li­zei in NRW noch et­was ar­bei­ten, meint Ar­nold Pli­ckert, Lan­des­vor­sit­zen­der der Ge­werk­schaft der Po­li­zei. „Das soll­ten wir uns ab­gu­cken“, so Pli­ckert. Al­les an­de­re könn­ten die Be­am­ten in NRW im Ernst­fall ge­nau­so gut. „Wir sind für sol­che Ex­trem­la­gen ge­rüs­tet“, be­tont er.

NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD) hat­te als Re­ak­ti­on auf den An­schlag mit­ge­teilt, dass die Si­cher­heits­be­hör­den im Land be­son­ders wach­sam sei­en.

Im Fall ei­nes Amok­laufs, ei­ner Gei­sel­nah­me oder ei­nes Ter­ror­akts grei­fen in NRW fest ver­ein­bar­te und trai­nier­te Ab­läu­fe. Für den Be­reich, in dem es zu der Tat kommt, wird zu­nächst ei­ne Rin­galarm­fahn­dung aus­ge­ru­fen. Um den Tat­ort her­um wer­den im Ab­stand von zehn Ki­lo­me­tern drei Krei­se ge­zo­gen, an de­nen an neur­al­gi­schen und stra­te­gi­schen Punk­ten Kon­troll­stel­len und Stra­ßen­sper­ren ein­ge­rich­tet wer­den. Bei sechs Kreis­po­li­zei­be­hör­den in NRW (Bie­le­feld, Müns­ter, Dort­mund, Es­sen, Düsseldorf und Köln) gibt es so­ge­nann­te „stän­di­ge Stä­be“.“Die­se über­neh­men dann – je nach Ört­lich­keit des Tat­orts – die Ko­or­di­na­ti­on des Ein­sat­zes bei ei­ner Groß­la­ge in en­ger Ab­stim­mung mit al­len an­de­ren Si­cher­heits­or­ga­nen. Auch die An­ti­ter­ror­ein­heit GSG 9 wä­re in NRW schnell am Ein­satz­ort: Sie ist in Sankt Au­gus­tin bei Bonn sta­tio­niert.

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