Trai­ner Mour­in­ho lobt Dort­munds neu­es Team

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

SCHANG­HAI (sid) Tho­mas Tu­chel hat­te es gar nicht so ge­meint. Als er von ei­ner „Rei­se ins Un­ge­wis­se“sprach, be­zog sich der Trai­ner von Bo­rus­sia Dort­mund auf das Trai­nings­la­ger in Chi­na, nicht auf den Um­bruch in sei­ner Mann­schaft. Doch er hat­te recht: Tu­chel ist der Lei­ter ei­nes aben­teu­er­li­chen Fuß­ball-Ex­pe­ri­ments, bei dem al­les mög­lich ist.

Das zeig­te auch das 4:1 im Test­spiel ge­gen Man­ches­ter Uni­ted in Schang­hai, oh­ne Ma­rio Göt­ze wohl­ge­merkt, auch noch oh­ne An­dré Schürr­le. Doch als Jo­sé Mour­in­ho an­schlie­ßend vor­presch­te, brems­te Tu­chel ihn scharf aus. Man­ches­ters neu­er Trai­ner ver­glich sein Team mit ei­nem For­mel-3-Wa­gen, die Mann­schaft des Geg­ners mit ei­nem For­mel-1-Au­to. „Die­ser Ver­gleich ist mir zu dras­tisch“, sag­te Tu­chel.

Ver­früh­te Eu­pho­rie kann Tho­mas Tu­chel nicht ge­brau­chen. „Wir ha- ben noch ei­nen lan­gen Weg zu ge­hen und noch vie­le Din­ge zu ver­bes­sern“, sag­te er vor­sich­tig, denn er weiß: Es wer­den Rück­schlä­ge kom­men. Und er selbst wird ge­for­dert sein wie nie zu­vor.Der 42-Jäh­ri­ge hat ein­ge­räumt, dass er sich die Sai­son­vor­be­rei­tung an­ders vor­ge­stellt hat­te. Er dach­te, er wür­de ein, zwei So­lis­ten in ein funk­tio­nie­ren­des En­sem­ble ein­pas­sen. Statt­des­sen muss er Hoch­ta­len­tier­te zu ei­nem neu­en Orches­ter for­men. „Den größ­ten Um­bruch der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re“nennt BVB-Ge­schäfts­füh­rer Hans-Joa­chim Watz­ke die­se Auf­ga­be.

Ge­lingt ihm der Um­bau des Teams, ist Tu­chel in der Rie­ge der gro­ßen Trai­ner an­ge­kom­men. Denn er muss Göt­ze zu frü­he­rer Fit­ness und Leich­tig­keit füh­ren, zu­dem das Grum­meln der Fans mo­de­rie­ren, die 2013 wü­tend Göt­zes Ab­gang zu Bay­ern be­glei­tet hat­ten.

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