Ka­len­derblatt 25. Ju­li 1897

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - UNTERHALTUNG - TEXT: JE­NI / FO­TO: DPA / AKG IMAGES

Jack Lon­don (Fo­to) war in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen auf­ge­wach­sen und muss­te schon als Ju­gend­li­cher ar­bei­ten, um Geld für die Fa­mi­lie zu ver­die­nen. Bis zu sei­nem 21. Ge­burts­tag hat­te er un­ter an­de­rem als Zei­tungs­jun­ge, Fa­b­rik­ar­bei­ter, il­le­ga­ler Aus­tern­fi­scher und Rob­ben­jä­ger ge­ar­bei­tet. Er war mit dem Zug durchs Land ge­reist und hat­te doch im­mer wie­der ver­sucht, sess­haft zu wer­den. Seit frü­hes­ter Ju­gend schrieb er au­ßer­dem Kurz­ge­schich­ten. Noch hat­te der jun­ge Au­tor al­ler­dings nie­man­den ge­fun­den, der die­se Ge­schich­ten ver­öf­fent­li­chen woll­te. Im Ju­li 1897 ging das Gold­fie­ber an der ame­ri­ka­ni­schen West­küs­te um. Die ers­ten Nach­rich­ten von Gold­fun­den am Klon­di­ke Ri­ver mach­ten die Run­de. Lon­don sah er­neut ei­ne Chan­ce, zu Geld und viel­leicht ei­nem Aben­teu­er zu kom­men. Am 25. Ju­li 1897 brach er auf, um im Nor­den sein Glück zu su­chen. Bald schon kehr­te er wie­der zu­rück – oh­ne Gold, aber mit vie­len Ge­schich­ten. Nun hat­te Lon­don sei­ne Stim­me ge­fun­den. Mit sei­nen vom Le­ben in der Wild­nis und den Ge­schich­ten der Gold­grä­ber in­spi­rier­ten Er­zäh­lun­gen hat­te er end­lich Er­folg. Vor sei­nem 30. Ge­burts­tag war Lon­don ei­ner der be­kann­tes­ten Schrift­stel­ler Nord­ame­ri­kas. „Wolfs­blut“, „Ruf der Wild­nis“und „See­wolf“mach­ten ihn auch in­ter­na­tio­nal be­kannt. Lon­don wur­de reich, aber er starb früh, ver­mut­lich an den Fol­gen sei­ner Al­ko­hol­sucht. Er wur­de 40 Jah­re alt.

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