Tho­mas Gei­sel holt al­ten Be­kann­ten für Flug­ha­fen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON UWE-JENS RUHNAU

Der Stadt­chef kennt den Vor­stand aus dem Stu­di­um.

Mar­tin Kirch­ner-An­zin­ger soll ab dem 1. Sep­tem­ber als Kauf­män­ni­scher Ge­schäfts­füh­rer die Fi­nan­zen des Flug­ha­fens ver­ant­wor­ten. Der Auf­sichts­rat wähl­te den ge­bür­ti­gen Münch­ner am Frei­tag ein­stim­mig. Ei­nen Head­hun­ter brauch­te Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel nicht ein­zu­schal­ten, denn er kennt dem neu­en Ma­na­ger seit 1992.

Kirch­ner-An­zin­ger be­erbt als Fi­nanz­chef Tho­mas Schnal­ke, der nach 15 Jah­ren auf­rückt: Er über­nimmt die Po­si­ti­on als Spre­cher der Ge­schäfts­füh­rung vom über­ra­schend aus­ge­schie­de­nen Lud­ger Dohm. Drit­ter im Bun­de ist Ar­beits­di­rek­tor Micha­el Han­né, der auch für die all­täg­li­chen Ab­läu­fe am Flug­ha­fen, die Ope­ra­ti­ons, ver­ant­wort­lich ist.

Wäh­rend Kirch­ner-An­zin­gers Wahl rei­bungs­los über die Büh­ne ging, gibt es bei ei­ner an­de­ren Fra­ge nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Re­dak­ti­on un­ter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen: Gei­sel woll­te das kom­plet­te Auf­ga­ben­ge­biet Schnal­kes auf Kirch­ner-An­zin­ger über­tra­gen, der aber soll das In­ter­es­se ha­ben, wei­ter­hin für die Air­port-Ar­ca­den zu­stän­dig zu sein. Sein Haupt­auf­ga­ben­ge­biet ist nun das klas­si­sche Flug­ha­fen­ge­schäft, die Ver­hand­lun­gen mit den Air­lines, so­wie die Stra­te­gie in­klu­si­ve der Er­wei­te­rung der Be­triebs­ge­neh­mi­gung mit mehr Starts und Lan­dun­gen. Die Ma­na­ger ha­ben jetzt den Auf­trag, ei­nen Ge­schäfts­ver­tei­lungs­plan zu er­ar­bei­ten.

Kirch­ner-An­zin­ger ist ak­tu­ell Ge­schäfts­füh­rer ei­nes Me­di­zi­ni­schen Bil­dungs­zen­trums in Ham­burg, hat aber Ver­bin­dun­gen ins Rhein­land. Er war zu­vor un­ter an­de­rem Chef der Luft­han­sa Com­mer­ci­al Hol­ding (Köln) und bei Ha­ni­el in Duis­burg für die Un­ter­neh­mens­fi­nan­zen ver­ant­wort­lich. Bis zu die­sem Zeit­punkt ar­bei­te­te er bei der Treu­hand­an­stalt in Ber­lin. Die ver­ließ er 1994, im Jahr, als Tho­mas Gei­sel dort an­fing. Gei­sel hat ihn aber be­reits 1992 ken­nen­ge­lernt, wie er un­se­rer Re­dak­ti­on be­stä­tig­te: Als er in Har­vard stu­dier­te, führ­te er im Rah­men ei­ner Ar­beit über die Treu­hand ein In­ter­view mit Kirch­ner-An­zin­ger.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.