Kaarst ver­sucht er­neut, Strom-Kon­ver­ter zu stop­pen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON SE­BAS­TI­AN PE­TERS

KAARST/MEERBUSCH Das Un­ter­neh­men Am­pri­on sieht sich bei sei­nem Ziel, den für die Ener­gie­wen­de drin­gend be­nö­tig­ten Strom­kon­ver­ter zu bau­en, neu­en Hin­der­nis­sen aus­ge­setzt. Wie Am­pri­on-Spre­cher Tho­mas Wie­de be­stä­tigt, stockt der Pro­zess, weil der der­zei­ti­ge Ent­wurf des Re­gio­nal­plans für die vor­ge­se­he­ne Drei­ecks­flä­che nord­öst­lich des Kaars­ter Kreu­zes an der A 57 ei­gent­lich Kies­ab­bau vor­sieht. „Die Aus­wei­sung als Kies­ab­bau­flä­che stellt si­cher­lich noch ein Hin­der­nis für das Pro­jekt dar“, sagt Wie­de. „Wir hal­ten es aber nach wie vor für mög­lich, den Kon­ver­ter dort zu bau­en.“

Zu än­dern wä­re die Zweck­be­stim­mung als Kies­ab­bau­flä­che auf zwei Ar­ten. Ent­we­der muss der Ent­wurf des Re­gio­nal­plans, der im Spät­som­mer ein zwei­tes Mal aus­ge­legt wird, mo­di­fi­ziert wer­den – das ist nicht in Aus­sicht. Die Al­ter­na­ti­ve ist, dass die Bun­des­netz­agen­tur ein so­ge­nann­tes Ziel­ab­wei­chungs­ver­fah­ren in­iti­iert. Da­für wä­re ein Ein­ver­neh­men mit der Stadt Kaarst her­zu­stel­len – de­ren Stadt­rat hat dem Kon­ver­ter je­doch be­reits im Jahr 2014 ei­ne kla­re Ab­sa­ge er­teilt. Im RheinK­reis Neuss for­dern jetzt so­gar drei Bür­ger­meis­ter aus Rom­mers­kir­chen, Gre­ven­broich und Dor­ma- gen, al­le mit SPD-Par­tei­buch, das Ver­fah­ren wie­der völ­lig neu auf­zu­rol­len.

20 Me­ter hoch, 200 mal 100 Me­ter groß – das Rie­sen­bau­werk Kon­ver­ter hat den Zweck, Wech­sel­strom zu Gleich­strom um­zu­wan­deln. So soll Strom von den Wind­kraft­wer­ken im Nor­den in Rich­tung Sü­den be­för­dert wer­den. 2012 plan­te Am­pri­on zu­nächst, den Kon­ver­ter in Meerbusch-Os­terath zu bau­en. Nach Bür­ger­pro­tes­ten roll­te Am­pri­on das Ver­fah­ren neu auf und leg­te sich auf zwei neue Flä­chen fest: Ne­ben der Kaars­ter Flä­che ist dies ei­ne Flä­che in Dor­ma­gen-Gohr. Am­pri­on hofft jetzt, im Dia­log mit der Stadt Kaarst Ak­zep­tanz für die Kaars­ter Drei­ecks­flä­che zu we­cken. Die CDU im Re­gio­nal­rat des Re­gie­rungs­be­zirks for­dert un­ter­des­sen Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Kraft auf, ei­ne Ent­schei­dung für ei­nen Stand­ort zu fäl­len.

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