Si­cher­heits­kon­zep­te wer­den lau­fend ak­tua­li­siert

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON STEFANI GEILHAUSEN

Wie schnell die Düs­sel­dor­fer Po­li­zei auf Be­dro­hungs­la­gen re­agie­ren kann, be­wies sie zu­letzt am Frei­tag­abend.

Groß­ver­an­stal­tun­gen ste­hen nicht erst seit dem Wo­che­n­en­de bei den Si­cher­heits­be­hör­den im Fo­kus. Spä­tes­tens seit den Ter­ror­an­schlä­gen in Pa­ris und Brüs­sel sind die An­for­de­run­gen an die Si­cher­heits­kon­zep­te ge­stie­gen. „Wir pas­sen auch un­se­re Ein­satz­kon­zep­te lau­fend der ak­tu­el­len La­ge an“, sagt Po­li­zei­spre­che­rin Su­san­na Heus­gen, „bis zur letz­ten Mi­nu­te und auch noch nach Ver­an­stal­tungs­be­ginn.“

Als am Frei­tag­abend die La­ge in Mün­chen noch völ­lig un­klar war, Mel­dun­gen über meh­re­re in­ner­städ­ti­sche Tat­or­te kur­sier­ten und auch of­fi­zi­ell von ei­ner Ter­ror­la­ge in der bay­ri­schen Haupt­stadt die Re­de war, wirk­te sich das sehr prompt in Düs­sel­dorf aus: Ei­ne Hun­dert­schaft der Be­reit­schafts­po­li­zei rück­te in Alarm­fahrt zur Kir­mes an, wo oh­ne­hin mit mehr als 300 Be­am­ten ei­ne er­höh­te Prä­senz wäh­rend des Feu­er­werks an­ge­ord­net war. Die zu­sätz­li­chen wie auch die Kräf­te, die schon auf dem Kir­mes­platz wa­ren, tru­gen nicht nur ih­re nor­ma­len Di­enst­waf­fen, son­dern je­de Strei­fe hat­te auch ei­ne Ma­schi­nen­pis­to­le da­bei. Die Stär­ke der Strei­fen wur­de von vier auf acht Po­li­zis­ten er­höht, die an­ge­wie­sen wor­den wa­ren, Schutz­wes­ten zu tra­gen. Auch rund um das Kir­mes­ge­län­de wur­de die Po­li­zei­prä­senz deut­lich er­höht.

Ob das beim NRW-Tag, dem nächs­ten gro­ßen Fest, zu dem En­de Au­gust vie­le tau­send Men­schen in Düs­sel­dorf er­war­tet wer­den, ähn- lich aus­se­hen wird, ist of­fen. Die Po­li­zei hält sich bei den De­tails ih­rer Ein­satz­pla­nung aus na­he­lie­gen­den Grün­den be­deckt. „Ver­öf­fent­lich­te Si­cher­heits­maß­nah­men sind wir­kungs­los“, heißt es.

Al­ler­dings ist un­wahr­schein­lich, dass der NRW-Tag oder an­de­re Ver­an­stal­tun­gen die­ser Di­men­si­on oh­ne kon­kre­ten An­lass oder Hin­wei­se auf ei­ne Be­dro­hungs­la­ge von vorn­her­ein un­ter der­art sicht­ba­ren Hoch­si­cher­heits­vor­keh­run­gen ge­fei­ert wer­den. Si­cher dürf­te da­ge­gen sein, dass die Er­fah­run­gen vom Frei­tag­abend in die Si­cher­heits­kon­zep­te ein­flie­ßen wer­den und man auf die schnel­le, der ak­tu­el­len La­ge an­ge­pass­te Ver­stär­kung der oh­ne­hin an­spruchs­vol­len Kon­zep­te set­zen wird.

Zur lau­fen­den Ak­tua­li­sie­rung der Si­cher­heits­kon­zep­te ge­hört für die Be­hör­den aber auch, im Fall sehr kon­kre­ter Hin­wei­se auf ei­ne Be­dro­hungs­la­ge dem je­wei­li­gen Ver­an­stal­ter auch ei­ne kurz­fris­ti­ge Ab­sa­ge na­he­zu­le­gen.

RP-FO­TO: ANDRE­AS END­ER­MANN

Beim Ja­pan-Tag wur­de es in die­sem Jahr am Rhein­ufer sehr eng. Zeit­wei­se muss­te ei­ne Ein­bahn-Re­ge­lung durch­ge­setzt wer­den.

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